Aktuelles

Oben das Feuer, unten der Berg

Sa. 23.9. / 19:00 - 20:45 / 14 € VVK 12 €
Oben das Feuer, unten der Berg Reinhard Jirgl liest Lesung Berlin, Oktober 2012, eine Frau ist verschwunden. Theresa, in Ostdeutschland geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf, weil ihre Eltern als Oppositionelle inhaftiert waren. In den Siebzigern bekommt sie als Historikerin Zugang zu Geheimarchiven der DDR – erschreckende, unglaubhafte Dokumente liegen vor ihr. Theresa wird kaltgestellt, und das bleibt so, denn ihr Wissen ist nach der Wende 1989 extrem gefährlich. Reinhard Jirgl erzählt von einer unbekannten deutschen Geschichte: Der große bürokratische Umbau, den die Politik die „Wende“ nannte, hat intakt gelassen, was man vergangen glaubte: Seilschaften, Organisationen, Feindschaften. Das Gestern ist auch morgen nicht zu Ende.


Die blaue Blume wächst bei Kassel

So. 1.10.2017 / 16.00 Uhr

Ausklang des 13. Sparda-Erzählfestivals in der Schauenburger Märchenwache

Blau ist die Farbe der Romantik. Welche denn sonst. Wenig bekannt ist die Verbindung der Gegend um Kassel mit der Blauen Blume. Aber genau dort wurde sie gefunden; jedenfalls einer Sage nach, die von den Brüdern Grimm überliefert wurde. Das ist der Ausgangspunkt für ein paar Bemerkungen und Spekulationen zur „Kasseler Romantik“. Dort haben Clemens Brentano und Achim von Arnim an Des Knaben Wunderhorn gearbeitet. Finden sich auch in anderen Werken der Romantik Spuren von Sagen aus der Kasseler Gegend? Vielleicht erleben Sie ja ein blaues Wunder, wenn der Mitbegründer das „Literaturlandes Hessen“ bekannte und weniger bekannte Sagen und verwandte Literaturgattungen zitiert und erläutert und Gudrun Rathke die Sagen in der ihr eigenen lebendigen Art erzählt.
Mit Heiner Boehncke und Gudrun Rathke


Frankreich - ein Portrait

Sa. 28.10.2017 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Jochem Wolff, Hans-Joachim Mayer

Frankreich und Deutschland, Grundpfeiler der EU: Schwere Attentate, Banlieu-Unruhen und die Präsidentschaftswahlen sind Schlüsselereignisse im Frankreich-Bild. Zu skeptischen Fragen, wie zur Einschätzung des islamischen Einflusses, gesellen sich andererseits kulturelle Glanzlichter, die die große Geschichte Frankreichs nicht vergessen lassen. Das Mittelalter, der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV und die Französische Revolution werden beleuchtet, überdies das 19. Jahrhundert, auch mit seinen Weltausstellungen, bis hin zum Fin-de-Siècle, schließlich das 20. zwischen Krieg und Frieden samt Kolonialpolitik. Die Garde der Philosophen und Schriftsteller von Hugo, Flaubert über Zola, Briand, Sartre, Camus bis Bourdieu und Houellebecq, die der Komponisten von Debussy bis Boulez. Frankreich ist Gastland der Frankfurter Buchmesse. Derweil erschafft sich Paris ein neues Theaterviertel mit vier großangelegten Bühnen.


Anpfeifen gegen einen Ozean

Auf den Spuren von Heine, Tucholsky und Kreisler

Fr. 03.11.2017 / Sa. 04.11.2017 / 19:00 / 12 €

Frech und mutig forderten sie die Mächtigen heraus - und setzten sich dabei zwischen alle Stühle. Bis zu dem Punkt, als sie in allerletzter Minute ihre Heimat verlassen mussten: Heinrich Heine, Kurt Tucholsky und Georg Kreisler. Ihre humorvollen Nadelstiche haben an Aktualität nicht verloren. Das literarische Kabarett Herrenzimmer präsentiert mit Witz, Esprit und Tiefgang in seinem neuen Programm eine unterhaltsame Revue aus Texten und Songs der Meister des geschliffenen Wortes.


Moabit

Sa. 25.11.2017 / 19:00 / Eintritt 15 €, VVK 13

Volker Kutscher und Kat Menschik präsentieren Ihr erstes gemeinsames Buch „Moabit“. Er schreibt Krimis, die süchtig machen. Sie zeichnet Bilder, so ästhetisch und eigen, dass man sich von ihnen nur schwer lösen kann. Volker Kutscher und Kat Menschik haben gemeinsamen Buch gemacht, das alle Sinne fesselt. „Moabit“ ist die perfekte Einstiegsdroge für all jene, die die Kutscher-Krimis noch vor sich haben, und für alle Fans ein grandioses Puzzlestück im Gereon-Rath-Universum! Die großartige Kat Menschik entwirft dazu so kongenial das verruchte Berlin der 20er Jahre in seiner düster-rauen Schönheit, dass man selbst noch den Geruch und die Geräusche von damals wahrzunehmen meint.


Heilige Nacht

Fr. 08.12.2017 / 19:30 / 15 €, VVK 13 €

Franz Josef Strohmeier liest Ludwig Thoma „Heilige Nacht“ begleite von Axel Rüdiger auf einer Zither in der Evangelische Kirche Breitenbach, Hauptstr. 23 Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ ist ein Klassiker bayerischer Literatur. Spätestens wenn die erste Strophe des ersten Zwischengesangs erklingt, dann ist der Zuhörer dem Zauber der Weihnachtslegende erlegen. Egal, ob er den bairischen Dialekt liebt oder ihn versteht, egal ob er mit der Geburt Christi etwas anfangen kann oder nicht. Seit Thoma vor beinah 100 Jahren die Idee hatte, die biblische Legende in einem oberbayerischen Dorf spielen zu lassen, hat der Mundart-Text nichts von seiner Kraft verloren und bleibt mit seiner Kernaussage bis heute hochaktuell. Franz Josef Strohmeier gestaltet die „Heilige Nacht“ auf traditionelle, klassische Weise in großer Dichte und Intensität. Er schafft es, umrahmt mit Zithermusik, die jedermann bekannte Geschichte zu interpretieren, dass man glaubt, sie zum ersten Mal zu hören.