Schauenburger Märchenwache

Foto: Dieter Schwerdtle +

Eröffnet am 15. Juni 1997 in der ehemaligen Feuerwache im Ortsteil Breitenbach, zu Ehren der beiden Grimm'schen Märchenbeiträger, des Wachtmeisters Johann Friedrich Krause und der Demoiselle Marie Hassenpflug, verheiratete von Dalwigk, ins Bild gesetzt von Albert Schindehütte, in Augenschein zu nehmen jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr.

Gruppenführungen – auch mit Verköstigung an der BiblioTheke - jederzeit nach Vereinbarung möglich!
Anmeldungen unter 05601-925678.


2019




Die nächsten Veranstaltungen:


»Mittsommernacht: Tango – Samba – Finnischer Tango«

Kleine Revue zur Mittsommernacht mit Jochem Wolff und Thomas Goralczyk

Sa. 15.6.2019 / 19:00 - 21:15 Uhr / 14 €, VVK 12 €

Immer wieder ist der Fremde, der Besucher und Betrachter des Landes überrascht, wenn er in Finnland auf die so beliebte Form des Tangos trifft. Sanfter und melancholischer wirkt er als der ursprüngliche Tango, aber seine Wurzeln reichen nach Argentinien. Somit empfiehlt sich ein historisches Tableau. Denn wenn schon der argentinische, einst gesellschaftskritische Tango ins Blickfeld rückt, ist die brasilianische Samba – vormals ähnlich Sprachrohr der sozial Schwachen und voller afroamerikanischer Elemente – mit zu beleuchten. Die kleine Revue-Reise unternehmen der Autor Jochem Wolff und der Pianist, Komponist und Filmexperte Thomas Goralczyk mit Live-Musik, Ton-und Filmbeispielen auf multimedialem Wege.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Jochem Wolff, Thomas Goralczyk
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

»Gudrun Rathke und Heiner Boehncke »Der goldene Schlüssel«

Ausklang des SPARDA-Erzählfestivals 2019

So. 08.09.2019 / 19:00 / Eintritt frei

„Der Goldene Schlüssel“ ist eines der kürzesten Märchen in der Sammlung der  Brüder Grimm. Keine andere als Marie Hassenpflug erzählte es den Brüdern. Und die haben ihm sehr bewusst einen Ehrenplatz eingeräumt: Als Nummer 200 beschließt es ihre Märchensammlung. Denn in ihm findet sich die Antwort, welche Geheimnisse und welcher tieferer Sinn in Märchen steckt. Wer sie wissen möchte, komme zum Ausklang des 15. Sparda-Erzählfestivals in die Märchenwache. Im Wechselspiel von Erzählen und Gespräch spüren Gudrun Rathke und Heiner Boehncke diesem und anderen Schlüssel-Märchen nach; und finden dabei Antworten, worin die Faszination des Erzählens liegt - und sicher auch neue Fragen.

Ausklang des SPARDA-Erzählfestivals 2019
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Hans Christoph Buch liest aus »Tunnel über der Spree«

Eine Veranstaltung im Rahmen von  2019

 Sa. 28.09.2019 / 19:00 / 15 €, VVK 12 €

Unter diesem von Theodor Fontane entlehnten Motto schenkt uns Hans Christoph Buch neue Literaturgeschichten im besten Sinne. Hier präsentiert sich ein herrlich unterhaltsamer und gewitzter Autor, der seine vielbeachteten Erinnerungen an den Literaturbetrieb leichtfüßig fortschreibt. Erzählungen und Essays, Porträts und Vignetten ergänzen einander zu einer Gemäldegalerie, in der H. C. Buch Wegbereiter und Weggefährten Revue passieren lässt: von Günter Grass, Martin Walser, Uwe Johnson, Hans Magnus Enzensberger und Marcel Reich-Ranicki bis zu Wolf Biermann, Peter Schneider, Sarah Haffner, Uwe Kolbe und F. C. Delius. Geschichten über Goethe, Chamisso und Kafka ergänzen den Band. Buch teilt aus, mit Humor und Witz führt er den Leser zurück in das Ost- und das West-Berlin der 1960er und 1970er Jahre und dokumentiert so eine Schriftstellergeneration; ein unterhaltsames Spektakel, das zugleich ein Selbstporträt des Autors ist, rechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag. 

Bildnachweis © Joachim Unseld

Gefördert vom Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst
und dem Hessischen Rundfunk 
 
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Kat Menschik »Die Puppe im Grase«

Norwegische Märchen

Fr. 08.11.2019 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Kleine Puppen locken Königssöhne ins hohe Gras, Handwerker überlisten mithilfe von Nüssen den Teufel und ein Huhn rettet die Erde vor dem Vergehen. Eine Welt jenseits des Alltages wartet darauf, neu entdeckt zu werden.
Was Jacob und Wilhelm Grimm für Deutschland waren, waren Peter Christen Asbjørnsen und Jørgen Moe für Norwegen. - Die Seele eines Landes ist fest verankert in den Geschichten, die sich seine Bewohner über Generationen hinweg abends erzählten. Sie erweckten mit ihren Erzählungen eine phantastische und zugleich raue Welt zum Leben, die einerseits geprägt war von Moral und Sittenlehre und andererseits von Sehnsüchten und den Träumen der einfachen Menschen. Nördlich des Skagerraks entstand dabei ein Universum, mystisch, makaber, faszinierend und so reich an sprachgewaltigen Bildern, dass sie auch heute noch Lesende sofort in ihren Bann zu ziehen vermögen.
In diesem Werk gestaltet Kat Menschik für eine Auswahl ihrer Lieblingsmärchen einzigartige, wunderschöne Illustrationen. So entsteht eine Reise in die unweite Vergangenheit, die die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion für einen Augenblick aufhebt und den Leser Teil der Sagen eines entfernten und doch so nah wirkenden zauberhaften Kosmos sein lässt.
„Die besten Märchen, die es gibt.“ Jacob Grimm

      

Kat Menschik »Die Puppe im Grase«
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Das Kränzchen des Fördervereins

Gudrun Sander, Rezitation und Kerstin Röhn, Musik mit »Egon Erwin Kisch zum 135. Geburtstag - Nachrichten aus dem Café Größenwahn«

Sa. 28.12.2019 / 19:00 / 8 €, Mitglieder frei

Berlin in den Zwanzigern: Wie sieht es in der ehemaligen Reichshauptstadt aus, die nach dem verlorenen Krieg das Zentrum einer jungen, unsicheren Republik ist? Wie leben die Menschen in dieser Riesenstadt, in die der Fortschritt mit Gewalt einbricht? Mit Massenverkehr, Sechstagerennen, neuartigen Vergnügungen, Weltverbesserungsideen jeglicher Art, wo aber auch zunehmende Inflation, das Erstarken der Nationalsozialisten und schließlich der Reichstagsbrand das Ende der Weimarer Republik ahnen lassen?

Kischs glänzende Miniaturen – auch eine Art „Babylon Berlin“ - sind spannend, amüsant und haben Hintergrund und Tiefenschärfe.

„Wenn einer nicht ausgehen kann oder will, dann lese er Egon Erwin Kisch.“ (Kurt Tucholsky)

Egon Erwin Kisch wurde 1885  in eine angesehene Prager Familie hineingeboren. Seine verwandtschaftlichen Beziehungen reichen nach eigener Darstellung  zurück bis zum Hohen Rabbi von Prag. Kisch gilt als der Meister der engagierten, literarischen Reportage, gar als „Übervater“ des Journalismus. Der wichtigste deutschsprachige Preis für Qualitätsjournalismus wurde nach diesem legendären Chronisten benannt.

Ausgebildet in Berlin, arbeitete Kisch zunächst für Prager Zeitungen, bis er 1921 wieder nach Berlin ging. Als Jude und Linker musste er vor den Nazis fliehen; Paris, Spanien, USA und Mexiko waren die Exilstationen. Anfang 1946 kehrte er nach Prag zurück, wo er 1948 starb. Zeit seines Lebens hatte der „rasende Reporter“, der Begründer der literarischen Reportage, gegen soziale Ungleichheit, Unterdrückung und Untertanengeist gekämpft.

Der Förderverein bewirtet Sie mit einem Buffet

   

Bildnachweis: © Toofan Hashemi  
 
Gudrun Sander, Rezitation und Kerstin Röhn, Musik mit »Egon Erwin Kisch zum 135. Geburtstag - Nachrichten aus dem Café Größenwahn«
Schauenburg-Breitenbach
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Familienfest zum regionalen Märchenfestival

 „Fünf auf einen Streich“ heißt das regionale Märchenfestival dass seit 2012 von fünf Kommunen (Gudensberg, Waldeck, Fritzlar, Bad Wildungen und Wolfhagen) Nordhessens veranstaltet wird und bereits von der Grimmheimat Nordhessen prämiert wurde. In diesem Jahr werden aus den fünf endlich sieben Streiche: Die Stadt Niedenstein (in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Emstal) und die Gemeinde Schauenburg haben sich in nun dem Festival-Geschehen an der Deutschen Märchenstraße angeschlossen. Für Werbeaktionen haben die sieben Kommunen 4000 Euro zusammengelegt.

Einheimischen und Touristensollen vom 12. Mai bis 30. Juni ein breites Angebot aus regionalen kulinarischen Köstlichkeiten, Märchen, Spielen, Führungen, Musik und kulturellen Höhepunkten geboten werden. Das alles kostenlos oder zu einem sehr kleinen Preis.

In Schauenburg findet am Sonntag, 30. Juni, der „Siebte Streich“ statt: Zwischen 11 und 17 Uhr wird es an drei Schauplätzen im Ortsteil Breitenbach ein Fest geben. Das Dorf ist bekannt durch Marie Hassenpflug und Wachtmeister Johann-Friedrich Krause als Zuträger für die Grimmschen Hausmärchen.

Die Schauenburger Märchenwache engagiert sich für das Festival auch finanziell und lädt zu „Geschichten aus dem Märchenkoffer“ mit der Erzählerin Kirsten Stein ein. Mitglieder des Fördervereins führen die Gäste und berichten über die Geschichte der Märchenwache. Bei einem Quiz können tolle Preise gewonnen werden. Besucher können die Technik des Linolschnittes ausprobieren, es wird einen Kunst- und Büchermarkt geben. Das Land-Gasthaus Kraft veranstaltet unter dem Motto „Tradition trifft Moderne“ einen Schlemmer-Tag mit regionalen Köstlichkeiten, die von Direkt-Vermarktern angeboten werden. Die Kellerei Döhne schenkt an einem Probier- und Verkaufsstand Fruchtsaft und Apfelschaumwein aus.

Informationen und Termine im Internet: www.maerchenfest2019.de

Vor der Märchenwache: Christian Abendroth (Märchenwache Schauenburg), RosiHeck (Stadt Waldeck), Reckhard Pfeil (Bad Wildungen), Sabine Schwarzer (Bad Emstal), Christina Gebauer, Martina Junghans (Niedenstein), Susanne Ebel (Fritzlar), Yvonne Franke (Wolfhagen) und „Schmeckefuchs“ Thomas Hof (Gudensberg) mit den Werbeplakaten vor


2020

Petra Hartlieb liest aus »Sommer in Wien«

Eine Wiener Buchhandlung und die letzten Sommer der Belle Époque« und anderen Werken

So. 09.02.2020 / 19:00 / 15 €, VVK 12 €

Sommer 1912. Marie, Kindermädchen im Haushalt Arthur Schnitzlers, wird zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer sehen: Die Familie des großen Dramatikers fährt in die Sommerfrische auf die kroatische Insel Brioni. Kurz darauf liegen in Maries Leben wieder einmal großes Glück und großes Leid nah beieinander: Sie hat sich mit dem Buchhändler Oskar verlobt, ist überglücklich – und muss als bald verheiratete Frau die geliebten Kinder der Schnitzlers verlassen. Das Paar heiratet im Sommer 1913. Oskar führt die Buchhandlung in der Währinger Straße nun allein, und Marie versucht, ihm so viel wie möglich zu helfen. Doch sie scheut den Kontakt zu den belesenen Kunden. Der Traum, irgendwann eine richtige Buchhändlerin zu werden, scheint ihr völlig absurd. Aber zunächst bringt das Jahr 1914 ganz andere Veränderungen: Marie wird Mutter, und nur wenige Monate später, mitten im letzten Sommer der Belle Époque, befindet sich die Welt plötzlich in Aufruhr. Am 28. Juni 1914 wird der österreichische Thronfolger in Sarajevo ermordet, und der Erste Weltkrieg stellt alles infrage, was bisher sicher schien.

Bildnachweis: © Pamela Rußmann/http://pamelarussmann.at/

Petra Hartlieb liest aus »Sommer in Wien
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