Schauenburger Märchenwache

Foto: Dieter Schwerdtle +

2021


 liche Einladung zu den Veranstaltungen Herbst / Winter 2021



Vorstellung zweier Neuerscheinungen von Albert (Ali) Schindehütte durch Prof. Bernd Küster

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So. 31.10.2021 / 18:00 / Eintritt frei / Spende erbeten

Eine Kassette bestückt mit 17 Heften, die das vollständige druckgraphische Werk – Holz- und Linolschnitte, Lithographien und Radierungen – von 1955 bis heute enthalten.

Ein Extrablatt im Zeitungshalter mit vielen Zeichnungen zu literarischen Kurzgeschichten, die in der damaligen Hessischen Allgemeinen in den Jahren 1960 bis 1962 veröffentlicht wurden und die bisher in den Tiefen des persönlichen Archivs als Zeitungausschnitte versteckt waren. Mark-Christian von Busse,  Hessisch Niedersäsische Allgemeine, hat das Extrablatt mit einer aktuellen Einführung bereichert.  

(Übringens wurde am 31. Oktober vor 25 Jahren der Förderverein der Schauenburger Märchenwache in einer Versammlung im Goldenen Stern in Breitenbach gegründet. Zu diesen Jubiläum wollen wir die Gläser erheben...)


»Cembalokonzert« ausverkauft!Varvara 646

mit Varvara Manukyan

So. 14.11.2021 / 17:00 / Eintritt € 15 / VVK € 13 

Cembalomusik ist mit Breitbenbach ebenso verbunden, wie die Märchenwache selber. Varvara Manukyan wird Musik der Barockzeit auf einem Cembalo von  J. Ammer (1988) spielen, einem Nachbau eines Instruments von J. H. Harras um 1705, welches im Schlossmuseum Sonderhausen in Thüringen steht.

Varvara Manukyan ist eine Musikerin von besonderem Format : Im Zentrum Ihres Interesses liegt es, sich persönlich beim Spiel der historischen Tasteninstrumente und des modernen Klaviers soweit wie möglich zurückzunehmen und dem Komponisten und der vorzutragenden Komposition soviel Raum zur Entfaltung wie möglich zu geben. Ihre große innere Ruhe und ihre Demut gegenüber dem vorgegebenem Kunstwerk und dem Komponisten befähigt sie zu außergewöhnlichen Interpretationen.
Sie beschäftigt sich seit Jahrzenten mit historischer Aufführungspraxis und versucht, für Konzerte Instrumente wie Hammerklaviere und Cembali zu finden, die aus der Zeit der Komposition stammen oder ihnen nachgebaut sind. Ihr Repertoire reicht von den frühesten Zeugnissen für Tasteninstrumente aus dem 16. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Musik, wobei es ihr ein besonderes Anliegen ist, den musikalischen Reichtum ihres Heimatlandes Armenien und der osteuropäischen Musik im Westen bekannt zu machen.
Ihre breitgefächerte Ausbildung als Pianistin und Cembalistin erhielt sie anfänglich in Yerevan und später am renommierten Moskauer Gnessin Konservatorium bei Irina Naumova und am Tschaikovsky Konservatorium bei Olga Martynova und an der Hochschule für Musik und Theater München, wobei sie sämtliche Abschlüsse wie auch das Meisterklassenstudium bei Christine Schornsheim mit Auszeichnung absolvierte. Mit einigen Meistern der alten Musikszene wie Ton Koopman, Christopher Stembridge, Davitt Moroney, Andreas Staier, Trevor Pinnock und Bart van Oort vervollkommnete sie ihr Spiel.
Zahlreiche Konzerte als Solistin und Kammermusikerin führen sie durch Europa und Asien.


Kat Menschik und Volker Kutscher – »Mitte«Menschik1

Von gefährlichen Entscheidungen, gefälschten Pässen und schicksalhaften Freundschaften

Sa. 27.11.2021 / 19:00 / Eintritt € 17 / kein VVK! 

Band 11 der Reihe »Illustrierte Lieblingsbücher«: Fritze Thormann, Vielleser und begeisterter Sportler, gehört zu den Menschen, die das Pech haben, dass sie immer wieder zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Mit seinen fast 16 Jahren ist er deswegen schon in viele riskante Situationen geschlittert. Zuletzt beim Ehrendienst der HJ während der Olympiade 1936. Gerade noch gelang es ihm, seinem Läufer-Idol Jesse Owens ein Autogramm abzujagen, als kurz darauf dunkle Wolken über ihm aufziehen: Fritz wird zufälliger Zeuge eines Selbstmords, dessen Umstände mehr als fragwürdig sind. Doch die Polizei und sein Ziehvater glauben ihm nicht. Schlimmer noch: die Gestapo will ihn für etwas drankriegen, das er nicht getan hat, sodass dem Jungen nichts übrigbleibt als zu fliehen und abzutauchen.Menschik2

Mit gefälschtem Pass fängt Fritz beim Kohlenhandel Kleinfeldt in Berlin-Mitte an. Der Lohn stimmt, sein Chef ist in Ordnung, doch Fritz ist allein und vermisst seine Freunde. Vor allem Charly, die einmal seine Pflegemutter
war. Und seine Schicksalsfreundin Hannah, von der er auch nur weiß, dass sie sich in Breslau unter falschem Namen versteckt. Und so beginnt Fritz aus seiner Tarnung heraus Briefe zu schreiben. Sie ersetzen ihm die Gesprächspartner, die er dringend braucht, weil es erneut kreuzgefährlich für ihn wird. Denn nicht nur die Gestapo hat sich auf die Suche nach dem unliebsamen Zeugen begeben. In unmittelbarer Nähe lauerte eine noch viel tödlichere Bedrohung.... In »Mitte«  
bringt Volker Kutscher seinen Lesern die immer bedrohlicher werdende Atmosphäre der Dreißigerjahre so nah wie nie.


»Heilige Nacht«fjs

Eine Weihnachtslegende nach Ludwig Thoma mit Franz Josef Strohmeier (Rezitation und Gesang)
und Axel Rüdiger (Zither)

Sa. 04.12.2021 / 18:00 / Martinhagen / Eintritt € 15 / VVK € 12

Jetzt, Leuteln, jetzt hört‘s einmal zua! Mein Gsang is wohl ein wenig alt, Es is aber dennoch schön gnua. Ich mein, daß ‚s euch allesammt gfallt.« So beginnt die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte im süddeutsch-sprachigen Raum - Ludwig Thomas »Heilige Nacht« – ein Klassiker der bayrischen Literatur. Spätestens wenn die erste Strophe des ersten Zwischengesangs erklingt, sind die Zuhörenden dem Zauber der Weihnachtslegende erlegen. Egal, ob man den bairischen Dialekt liebt oder ihn versteht, egal ob man mit der Geburt Christi etwas anfangen kann oder nicht. Seit Thoma vor beinah 100 Jahren die Idee hatte, die biblische Legende in einem oberbayerischen Dorf spielen zu lassen, hat der Text nichts von seiner Kraft verloren und bleibt mit seiner Kernaussage bis heute hochaktuell. Im Zeitalter in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, der Zerfall der Mittelschicht immer weiter voranschreitet, die Altersarmut steigt, Familien aus den Ballungsräumen aufgrund unbezahlbarer Mieten wegziehen müssen – hat dieser Text eine hochaktuelle Brisanz.

Mit unglaublicher sprachlicher Vielfalt liest Franz Josef Strohmeier, umrahmt von festlicher Zithermusik (Axel Rüdiger), die Weihnachts- legende von Ludwig Thoma.


Das Kränzchen des FördervereinsBoder

»Im Himmel steht ein Baum ... Wie die Brüder Grimm eine lange Tradition von Volks- und Kinderliedsammlungen in Nordhessen begründeten«

ein Vortrag von Dr. Wolfram Boder, Kassel, musikalisch begleitet am Klavier von Martin Forciniti

Di. 28.12.2021 / 17:00 / € 8 / kein VKK!

Die Brüder Grimm sammelten in ihrer Kasseler Zeit ab 1806 nicht nur Märchen sondern auch Volks- und Kinderlieder.

Damit zeigten sie sich ganz auf der Höhe einer avantgardistischen Bewegung in Kunst und Wissenschaft, deren Hauptüberzeugung August Stephan Winkelmann 1803 wie folgt formuliert hatte: »Das einfache Volkslied ist Anfang der Poesie und Vollendung der Kunst«. Den Begriff des Volksliedes hatte Johann Gottfried Herder 1773 geprägt. Die Brüder Grimm kamen zwar nicht dazu, ihre eigene Sammlung zu veröffentlichen, aber sie stehen mit ihrer Sammeltätigkeit am Beginn einer großen Tradition der Volksliedpflege in Nordhessen. Denn noch unter ihrer Mitwirkung entstanden in Kassel der zweite und dritte Band von Clemens Brentanos und Achim von Arnims wegweisender Sammlung »Des Knaben Wunderhorn«. Diese inspirierte wiederum das musikalische Genie Gustav Mahlers, der von 1883 bis 85 am Kasseler Hoftheater wirkte. Etwa zur gleichen Zeit begann der Kasseler Johann Lewalter damit, Volkslieder, Tänze und Kinderlieder u.a. in Harleshausen und der Schwalm zu  sammeln. Und heute schreibt Edgar Knecht in Kassel mit seinen musikalischen Neuinterpretationen von Volksliedern Jazzgeschichte.

Der Vortrag führt in diese Zusammenhänge ein und stellt die genannten Sammlungen und Interpretationen vor. Neben einem Verständnis für die nordhessische Kulturgeschichte soll dabei vor allem ein Gefühl für die poetische Kraft und Schönheit der Volkslieder geweckt werden, die oft den »verhohlenen Schmerz« und den »verspotteten Gram« (Herder) der unterdrückten und ausgebeuteten Menschen ausdrücken.

Dr. Wolfram Boder studierte Musik- und Theaterwissenschaften in München und Berlin. Seine Dissertation »Entwicklungslinien in den Kassler Opern Louis Spohrs« erschien 2007 im Druck (Bärenreiter). Seit 2005 lebt er als freischaffender Musikwissenschaftler und -lehrer in seiner Geburtsstadt Kassel. Er edierte viele Werke von Louis Spohr und seinen Schüler*innen und übersetzte Clive Browns Spohr-Biografie ins Deutsche. 2012 veröffentlichte er auch eine kleine Musikgeschichte der Stadt Kassel. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungen ist die Geschichte des Punkrock in Kassel. 2019 brachte er dazu gemeinsam mit Milan »Ampl« Holzapfel einen historischen Überblick auf drei Langspielplatten heraus.



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Von Anfang November bis Ende März ist die Märchenwache nur am jeweils 1. Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.


Ab sofort: die Märchenwachen-App

Unter https://maerchenwache.zur.app können Sie mit Ihrem Smartphone unsere brandneue App laden. Damit bewegen Sie sich virtuell noch bequemer durch die Märchenwache, können Veranstaltungs-Tickets buchen, oder etwas in unserem Online-Shop kaufen. Die App wird regelmäßig weiter entwickelt. Demnächst auch direkt im Google-Play-Store und Apple-Store.


Es war einmal: "Digi-Grimm":

Wenn Sie wegen der Pandemie nicht zu uns kommen können, kommen wir halt zu Ihnen nach Hause. Aber keine Sorge, Sie brauchen keinen Kuchen zu backen und keinen Kaffee zu kochen. Menschen aus dem Landkreis und der Stadt Kassel erzählen Ihnen per Video Märchen der Brüder Grimm.

Um auf die Video-Seite zu gelangen, klicken Sie auf den roten Sessel.

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Unser aktueller Programmflyer:


» Die Riesenholzschnitte für die Schauenburger Märchenwache «

wurden zur Eröffnung der Märchenwache im Juni 1997 mit einer Straßenwalze vor vielen Zuschauern gedruckt, die sich später Detaildrucke abreiben konnten.

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