Wegen Covid-19 bleibt die Märchenwache bis Ende der hessischen Osterferien Mitte April geschlossen

Mit dieser Entscheidung schließt sich der Förderverein der Schauenburger Märchenwache e.V. den Empfehlungen der Stadt und des Landkreises Kassel an.

Die Veranstaltungen werden, soweit möglich, immer Sommer oder Herbst nachgeholt.

Schauenburger Märchenwache

Foto: Dieter Schwerdtle +

Eröffnet am 15. Juni 1997 in der ehemaligen Feuerwache im Ortsteil Breitenbach, zu Ehren der beiden Grimm'schen Märchenbeiträger, des Wachtmeisters Johann Friedrich Krause und der Demoiselle Marie Hassenpflug, verheiratete von Dalwigk, ins Bild gesetzt von Albert Schindehütte, in Augenschein zu nehmen jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr. Von Anfang November bis Ende März ist die Märchenwache nur am jeweils 1. Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Gruppenführungen – auch mit Verköstigung an der BiblioTheke - jederzeit nach Vereinbarung möglich!
Anmeldungen unter 05601-925678.


2020


 liche Einladung zu den Veranstaltungen 2020


» ›Kwark okk!‹ sprach die Krähe. Fünf Märchen der Brüder Grimm grafisch erzählt.«

Präsentation der gedruckten Ergebnisse des Workshops der Künstlerinnen Rita Fürstenau, Carmen José, Ines Christine Geißer, Kirsten Carina Geißer und Nina Kaun. In Zusammenarbeit mit dem Verlag Rotopol aus Kassel.

Sa. 21.03.2020 / 19:00 / Eintritt frei

In einem nicht öffentlichen Workshop haben sich 5 Künstlerinnen des Mediums Grafic Novel, mit den Brüdern Grimm, ihren Märchen und den Zuträgern derselben künstlerisch auseinandergesetzt. Unter Anleitung der polnischen Grimm-Spezialistin Professor Eliza Karminska (UniKassel) und des Teams der Märchenwache wurden weniger bekannte Märchen aus der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen mit den verschiedensten Techniken bildhaft erzählt. Dazu erscheint als Sonderheft in der Reihe der Breitenbacher BilderBlättchen eine Dokumentation mit den Ergebnissen des Workshops.

Kwark okk!
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

»Unter Olivenbäumen«

Claudia und Martin Forciniti mit Herwig Lucas

Sa. 04.04.2020 / 19:00 / 10 €

Es war einmal... So ist das erste süditalienische Volksmärchen der Sammlung Woldemar Kadens (1838-1907) Sammlung von 1880 betitelt. Kaden, fälschlicherweise auch Waldemar Kaden benannt, postuliert im Vorwort eine Synthese aller Märchen, wenn er schreibt: »Glaubt man aber nun, dass eine Märchensammlung aus dem Schwarzwald und eine aus Süditalien wesentlich Anderes und durchweg Verschiedenes bieten müsse, so irrt man. Alle Sammlungen, so verschieden gefärbt sie sein mögen, beweisen nur, gleich dem großen über die Welt verbreiteten und fast durchweg gleichlautenden kosmogonischen Märchen, das Weltbürgertum jedes einzelnen Märchens.«
Weitere bedeutende Sammler italienischer Märchen wie die Schweizerin Laura Gonzenbach (1842-1878) und Paul Heyse (1830-1914) zeugen von einem großen Interesse an Märchen des Mezzogiorno. Herwig Lucas, Schauspieler am Staatstheater Kassel, rezitiert Märchen der Sammlung Kaden. Die Kalabrienkenner und -Liebhaber Claudia-Charlotte Forciniti und Martin Forciniti entführen in die eigentümliche kalabrische Mentalität, in die Bräuche und Musik, das alles wird garniert von Bildern, kalabrischem Wein und Antipasti.
 
Unter Olivenbäumen
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Königlicher Cembalobauer: Pascal Taskin und Musik aus seiner Zeit

Cembalo-Konzert zum Muttertag mit Varvara Manukyan

Werke von Johann Sebastian Bach, François Couperin, Jacques Duphly und Jean-Philippe Rameau

So. 10.05.2020 / 19:00 / 10 €

Varvara Manukyan ist eine Musikerin von besonderem Format : Im Zentrum Ihres Interesses liegt es, sich persönlich beim Spiel der historischen Tasteninstrumente und des modernen Klaviers soweit wie möglich zurückzunehmen und dem Komponisten und der vorzutragenden Komposition soviel Raum zur Entfaltung wie möglich zu geben. Ihre große innere Ruhe und ihre Demut gegenüber dem vorgegebenem Kunstwerk und dem Komponisten befähigt sie zu außergewöhnlichen Interpretationen.
Sie beschäftigt sich seit Jahrzenten mit historischer Aufführungspraxis und versucht, für Konzerte Instrumente wie Hammerklaviere und Cembali zu finden, die aus der Zeit der Komposition stammen oder ihnen nachgebaut sind. Ihr Repertoire reicht von den frühesten Zeugnissen für Tasteninstrumente aus dem 16. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Musik, wobei es ihr ein besonderes Anliegen ist, den musikalischen Reichtum ihres Heimatlandes Armenien und der osteuropäischen Musik im Westen bekannt zu machen.
Ihre breitgefächerte Ausbildung als Pianistin und Cembalistin erhielt sie anfänglich in Yerevan und später am renommierten Moskauer Gnessin Konservatorium bei Irina Naumova und am Tschaikovsky Konservatorium bei Olga Martynova und an der Hochschule für Musik und Theater München, wobei sie sämtliche Abschlüsse wie auch das Meis- terklassenstudium bei Christine Schornsheim mit Auszeichnung absolvierte. Mit einigen Meistern der alten Musikszene wie Ton Koopman, Christopher Stembridge, Davitt Moroney, Andreas Staier, Trevor Pinnock und Bart van Oort vervollkommnete sie ihr Spiel. Zahlreiche Konzerte als Solistin und Kammermusikerin führen sie durch Europa und Asien.
 
Cembalo-Konzert zum Muttertag
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Gertraud Klemm liest aus »Hippocampus«

Sa. 23.05.2020 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €
 
Helene Schulze, vergessene Autorin der feministischen Avantgarde, ist tot. Jetzt wird sie als Kandidatin für den Deut- schen Buchpreis gehandelt. Ihre Freundin Elvira Katzenschlager soll den Nachlass sortieren und findet sich unverse- hens in einer Marketingmaschinerie voll Gier, Neid und Sensationsgeilheit wieder. Empört bricht sie ein großes Nachruf-Interview ab und begibt sich mit dem wesentlich jüngeren Kameramann Adrian auf einen Roadtrip durch Österreich, um die verzerrte Biografie ihrer Freundin richtigzustellen. Was als origineller Rachefeldzug beginnt, wird immer mehr zum Kreuzzug gegen Bigotterie und Sexismus. Sie verkleiden Heldenstatuen, demontieren Bildstöcke und stören Preisverleihungen. Immer atemloser, immer krimineller werden die Regelbrüche der beiden auf ihrem Weg nach Neapel, wo die letzte Aktion geplant ist.
Gertraud Klemm legt den Finger dorthin, wo es wehtut. Am Beispiel der Literaturbranche zeigt sie, wie es um die gleichberechtigte Wahrnehmung von Frauen tatsächlich steht;und dass es mehr Rebellion und Mut braucht, um wirklich etwas zu verändern.
»Symbole allein, das weiß sie schon, funktionieren nicht als Protest, denn Symbole tun niemandem weh;und wenn es nicht wehtut, berührt es nicht, und wenn es nicht berührt, kann man es gleich bleiben lassen.«
 
Gertraud Klemm liest aus »Hippocampus«
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

»Der Kontrabass« mit Franz Josef Strohmeier

»Können Sie mir sagen, wieso ein Mann Mitte Dreißig, nämlich ich, mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent behindert? Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch nur behindert? Ihm ein Kainsmal aufdrückt?«

Sa. 13.06.2020 / 19:00 / 15 €, VVK 12 €
 
»Franz Josef Strohmeier spielt den Einakter-Monolog derart packend, überzeugend, hintergründig-witzig und kernig-prägnant... Stürmischer Applaus für die hinreißende Parforce-Leistung Chapeau!!!« – HNA
»Eindrücklich verkörpert Strohmeier eine tragisch komische Figur, einsam und bindungsunfähig und kreiert mit seinem Spiel eine Parabel auf die heutige Ich-Gesellschaft« – Süddeutsche Zeitung
»Strohmeier verdient hohes Lob! Er jongliert beeindruckend mit melancholischem Witz und messerscharfer Satire
bei dieser anspruchsvollen Ein-Mann-Show! Eine Präsenz die einem nicht mehr so schnell loslässt!« – Straubinger Tagblatt
 
Ja, man hat es nicht leicht als Kontrabassist in einem großen Orchester. Der Protagonist des Stückes ( Franz Josef Strohmeier in einer Paraderolle) erzählt uns vom Alltag mit dem größten, unhandlichsten und »unsolistischsten« Solo-Instrument, von seinen Nöten und seinen Träumen, von seinem Minderwertigkeitsgefühl und – von seiner heimlichen Liebe zur Sopranistin Sarah. Seine manchmal nörgelnde Unzufriedenheit, aber auch seine scharfzüngige Kritik an denen, die schuld sind an seiner Situation, bis hin zu brillant gespielter »Selbstgefälligkeit«, offenbaren die Abgründe des Künstlerdaseins. Süskind hat ein Solo für einen Schauspieler geschrieben einfühlsam, bitter- komisch und voll Esprit.

Der Monolog »Der Kontrabass«, einst vor 35 Jahren uraufgeführt am Münchner Cuvilliéstheater und längst ein ebenso berühmtes wie unterhaltsames Stück Theatergeschichte, machte Patrick Süskind auf einen Schlag bekannt. Mit dem Roman »Das Parfüm« (verfilmt von Tom Tykwer) erlangte er kurz darauf Weltruhm.

»Der Kontrabass« mit Franz Josef Strohmeier
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

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Von Anfang November bis Ende März ist die Märchenwache nur am jeweils 1. Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

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» Die Riesenholzschnitte für die Schauenburger Märchenwache «

wurden zur Eröffnung der Märchenwache im Juni 1997 mit einer Straßenwalze vor vielen Zuschauern gedruckt, die sich später Detaildrucke abreiben konnten.

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