Archiv


2019

Workshop

Grimmsche Märchen und grafisches Erzählen (nicht öffentlich!)
 
Sa 26. + So 27.10 2019 / jeweils 10:00 bis 19:00
 
In Zusammenarbeit mit dem Rotopol-Verlag Kassel und den Künstlerinnen Rita Fürstenau, Carmen José, Ines Christine Geißer, Kirsten Carina Geißer und
Nina Kaun
 
In einem nicht öffentlichen Workshop werden sich 5 Künstlerinnen aus dem
Bereich des grafischen Erzählens mit den Brüdern Grimm, ihren Märchen und
den Zuträger derselben künstlerisch auseinandersetzen. Unter Anleitung der
polnischen Grimm-Spezialistin Professor Eliza Karminska (UniKassel) und des
Teams der Märchenwache sollen weniger bekannte Märchen aus der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen mit den verschiedensten Techniken bildhaft erzählt werden.
Anfang Februar 2020 erscheint ein Breitenbacher BilderBlättchen mit den
Ergebnissen und der Dokumentation des Workshops. Auf der Website der
Märchenwache werden wir Eindrucke des Arbeitsprozesses zeigen.
(Bildnachweis: Rotopol)
 
Workshop - Rotopol
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

»Die Nächte von Paris«

Rétif de la Bretonne mit Reinhard Kaiser
(Übersetzer und Herausgeber)
 
Sa. 12.10.2019 /19:00 /12 €, VVK 10 €

Nachts in der damals größten Stadt der Welt – und Augenzeuge, als die
Revolution ausbricht.
Ein Standardwerk der Paris-Literatur, der Großstadt- und der
Revolutionsreportage.
Zwanzig Jahre lang hat der »Nächtliche Zuschauer« Rétif de la Bretonne damit
zugebracht, nach Sonnenuntergang die damals größte Stadt der Welt zu
erkunden: Paris. In einem an Tausendundeine Nacht erinnernden Rahmen
präsentiert er die merkwürdigsten seiner Erlebnisse und Begegnungen den
Lesern. Grabräuber – Bücherschmuggel in Gemüsegärten – Die bedrängte Frau –
Der Geräderte – Fleißige Nichtstuer – Der Plakatabreißer – Das Geheimnis der Waschfrauen – Der nützliche Spion – Der Zeittotschläger – Die ersten Ballons
– Tumult und Radau: Schon eine kleine Auswahl aus dem Inhaltsverzeichnis
lässt erahnen, was für ein Schatz an Geschichten und Beobachtungen hier
zusammengekommen ist.
Im Dezember 1788 erscheinen die ersten zwölf Bände dieses Riesenwerks, zwei
weitere folgen im April 1789. Da spürt Rétif schon, wie sich in der
Metropole neuer Stoff zu sammeln beginnt, Zündstoff für die Weltgeschichte.
Er ist beim Ausbruch der Revolution selbst mit dabei. Von der Bastille kommt
ihm eine Gruppe von Revolutionären mit den aufgespießten Köpfen des letzten
Gouverneurs dieses Gefängnisses und des eben noch amtierenden Bürgermeisters
von Paris entgegen. Er wird in den nächsten Jahren immer wieder Augenzeuge
von Mord und Zerstörung, von Phasen des Glücks- und Freudentaumels, von
Gräueltaten, Massakern, Hinrichtungen – und setzt sein Buch fort.
(Bildnachweis: Reinhard Kaiser)
 
Die Nächte von Paris
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Märchenwache, Lange Str. 2
 

Hans Christoph Buch liest aus »Tunnel über der Spree«

Eine Veranstaltung im Rahmen von  2019

 Sa. 28.09.2019 / 19:00 / 15 €, VVK 12 €

Unter diesem von Theodor Fontane entlehnten Motto schenkt uns Hans Christoph Buch neue Literaturgeschichten im besten Sinne. Hier präsentiert sich ein herrlich unterhaltsamer und gewitzter Autor, der seine vielbeachteten Erinnerungen an den Literaturbetrieb leichtfüßig fortschreibt. Erzählungen und Essays, Porträts und Vignetten ergänzen einander zu einer Gemäldegalerie, in der H. C. Buch Wegbereiter und Weggefährten Revue passieren lässt: von Günter Grass, Martin Walser, Uwe Johnson, Hans Magnus Enzensberger und Marcel Reich-Ranicki bis zu Wolf Biermann, Peter Schneider, Sarah Haffner, Uwe Kolbe und F. C. Delius. Geschichten über Goethe, Chamisso und Kafka ergänzen den Band. Buch teilt aus, mit Humor und Witz führt er den Leser zurück in das Ost- und das West-Berlin der 1960er und 1970er Jahre und dokumentiert so eine Schriftstellergeneration; ein unterhaltsames Spektakel, das zugleich ein Selbstporträt des Autors ist, rechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag. 

Bildnachweis © Joachim Unseld

Gefördert vom Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst
und dem Hessischen Rundfunk 
 
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»Gudrun Rathke und Heiner Boehncke »Der goldene Schlüssel«

Ausklang des SPARDA-Erzählfestivals 2019

So. 08.09.2019 / 16:00 / Eintritt frei

„Der Goldene Schlüssel“ ist eines der kürzesten Märchen in der Sammlung der  Brüder Grimm. Keine andere als Marie Hassenpflug erzählte es den Brüdern. Und die haben ihm sehr bewusst einen Ehrenplatz eingeräumt: Als Nummer 200 beschließt es ihre Märchensammlung. Denn in ihm findet sich die Antwort, welche Geheimnisse und welcher tieferer Sinn in Märchen steckt. Wer sie wissen möchte, komme zum Ausklang des 15. Sparda-Erzählfestivals in die Märchenwache. Im Wechselspiel von Erzählen und Gespräch spüren Gudrun Rathke und Heiner Boehncke diesem und anderen Schlüssel-Märchen nach; und finden dabei Antworten, worin die Faszination des Erzählens liegt - und sicher auch neue Fragen.

Ausklang des SPARDA-Erzählfestivals 2019
Schauenburg-Breitenbach
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Familienfest zum regionalen Märchenfestival

 „Fünf auf einen Streich“ heißt das regionale Märchenfestival dass seit 2012 von fünf Kommunen (Gudensberg, Waldeck, Fritzlar, Bad Wildungen und Wolfhagen) Nordhessens veranstaltet wird und bereits von der Grimmheimat Nordhessen prämiert wurde. In diesem Jahr werden aus den fünf endlich sieben Streiche: Die Stadt Niedenstein (in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Emstal) und die Gemeinde Schauenburg haben sich in nun dem Festival-Geschehen an der Deutschen Märchenstraße angeschlossen. Für Werbeaktionen haben die sieben Kommunen 4000 Euro zusammengelegt.

Einheimischen und Touristensollen vom 12. Mai bis 30. Juni ein breites Angebot aus regionalen kulinarischen Köstlichkeiten, Märchen, Spielen, Führungen, Musik und kulturellen Höhepunkten geboten werden. Das alles kostenlos oder zu einem sehr kleinen Preis.

In Schauenburg findet am Sonntag, 30. Juni, der „Siebte Streich“ statt: Zwischen 11 und 17 Uhr wird es an drei Schauplätzen im Ortsteil Breitenbach ein Fest geben. Das Dorf ist bekannt durch Marie Hassenpflug und Wachtmeister Johann-Friedrich Krause als Zuträger für die Grimmschen Hausmärchen.

Die Schauenburger Märchenwache engagiert sich für das Festival auch finanziell und lädt zu „Geschichten aus dem Märchenkoffer“ mit der Erzählerin Kirsten Stein ein. Mitglieder des Fördervereins führen die Gäste und berichten über die Geschichte der Märchenwache. Bei einem Quiz können tolle Preise gewonnen werden. Besucher können die Technik des Linolschnittes ausprobieren, es wird einen Kunst- und Büchermarkt geben. Das Land-Gasthaus Kraft veranstaltet unter dem Motto „Tradition trifft Moderne“ einen Schlemmer-Tag mit regionalen Köstlichkeiten, die von Direkt-Vermarktern angeboten werden. Die Kellerei Döhne schenkt an einem Probier- und Verkaufsstand Fruchtsaft und Apfelschaumwein aus.

Informationen und Termine im Internet: www.maerchenfest2019.de

Vor der Märchenwache: Christian Abendroth (Märchenwache Schauenburg), RosiHeck (Stadt Waldeck), Reckhard Pfeil (Bad Wildungen), Sabine Schwarzer (Bad Emstal), Christina Gebauer, Martina Junghans (Niedenstein), Susanne Ebel (Fritzlar), Yvonne Franke (Wolfhagen) und „Schmeckefuchs“ Thomas Hof (Gudensberg) mit den Werbeplakaten vor


»Die Riesenholzschnitte von Albert Schindehütte als Botschafter der Märchenwache in Photographien von Michael Zapf«

Sa. 29.06.2019 / 19:00 / Eintritt frei

Die Riesenholzschnitte der Märchenwache von Ali Schindehütte wurden zusammen mit weiteren Werken in den vergangen Jahren an vielen Ausstellungsorten gezeigt. Michael Zapf hat viele dieser Ausstellungen fotografisch dokumentiert. Die Holzstöcke im Format 1,70 x 2,50 Meter sind am Turm der Märchenwache angebracht – die Drucke reisten als Botschafter der Märchenwache zum Beispiel in die Johannes a Lasco Bibliothek der Großen Kirche zu Emden, in das Schloss Ritzebüttel in Cuxhaven, in die Hamburger Handelskammer, in das Schloss Bergedorf, in das Kreishaus Kassel, in das Kontorhaus der Laeisz-Reederei Hamburg. Die Ausstellung zum achzigsten Geburtstag des Künstlers wird von Prof. Dr. Bernd Küster eröffnet.

Frei Bewirtung an der Bibliotheke der Märchenwache


»Mittsommernacht: Tango – Samba – Finnischer Tango«

Kleine Revue zur Mittsommernacht mit Jochem Wolff und Thomas Goralczyk

Sa. 15.6.2019 / 19:00 - 21:15 Uhr / 14 €, VVK 12 €

Immer wieder ist der Fremde, der Besucher und Betrachter des Landes überrascht, wenn er in Finnland auf die so beliebte Form des Tangos trifft. Sanfter und melancholischer wirkt er als der ursprüngliche Tango, aber seine Wurzeln reichen nach Argentinien. Somit empfiehlt sich ein historisches Tableau. Denn wenn schon der argentinische, einst gesellschaftskritische Tango ins Blickfeld rückt, ist die brasilianische Samba – vormals ähnlich Sprachrohr der sozial Schwachen und voller afroamerikanischer Elemente – mit zu beleuchten. Die kleine Revue-Reise unternehmen der Autor Jochem Wolff und der Pianist, Komponist und Filmexperte Thomas Goralczyk mit Live-Musik, Ton-und Filmbeispielen auf multimedialem Wege.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Jochem Wolff, Thomas Goralczyk
Schauenburg-Breitenbach
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»Weitere unbekannte Märchenbeiträger – Jüngste Forschungsergebnisse
zu den Quellen der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm«

Ein Vortrag von Prof. Dr. Holger Ehrhardt im Rahmen von »Tag für die Literatur in Hessen 2019«

So. 26.5. / 17:00 / 6 €, VVK 5 €

Die Brüder Grimm gaben nur wenige Namen der Gewährsleute preis, die ihnen die Märchen erzählt oder vermittelt hatten. Erst 70 Jahre nach ihrem Tod, um 1930, konnten viele der bis dahin unbekannten Beiträger identifiziert werden. Dennoch ist die Herkunft einiger Märchen bis heute noch nicht geklärt, darunter auch solch populärer Stücke wie »Das blaue Licht«.
Holger Ehrhardt gelang es in den letzten beiden Jahren, vier Quellen nachzuweisen, darunter Elisabeth Schellenberg, die Marburger Märchenfrau, die Aschenputtel erzählte oder Eleonore Storch, von der das Tischleindeckdich-Märchen stammte. Im Vortrag berichtet er über weitere Entdeckungen und derzeitige Forschungsprojekte.

Prof. Dr. Holger Erhardt 
Schauenburg-Breitenbach
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»Wracks am Ende der Welt«

Der Schiffsfriedhof um Kap Hoorn

Lichtbildvortrag mit Fotograf Jürgen Hohmuth und Kapitän Ulf Wolter

Sa. 11.5. / 19:00 / 8 €, VVK 6 €

Ulf Wolter und Jürgen Hohmuth zeigen Bilder, erzählen Geschichten und Anekdoten von den vielen gemeinsamen Reisen zu den Liegeplätzen der »Wracks am Ende der Welt«. Die Wracks fügen sich dort zu riesigen rostigen Skulpturen in die Landschaft ein – wie von Künstlerhand geschaffen.
Jürgen Hohmuth ist 1960 in Berlin geboren und seit 1981 freiberuflicher Fotograf und schafft Arbeiten zu Architektur, Stadtleben und Expeditionen. Seit 1997 entstehen seine Aufnahmen für Bücher, Ausstellungen und Kalender auch mit dem Fotoluftschiff. Ulf Wolter ist 1966 geboren und wuchs auf der Elbinsel Krautsand auf. Die Liebe zum Meer prägte sein Leben frühzeitig. Er wurde Seemann – zuerst auf den Expeditions-Kreuzfahrtschiffen »Hanseatic« und »Bremen« und ist seit 2013 als Kapitän der »MS Europa 2« auf den Weltmeeren unterwegs.

Ulf Wolter und Jürgen Hohmuth
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

»Anmut und Feigheit«

Frank Schulz liest »Liebe ist nichts für Feiglinge«

Er blickt in seinen Erzählungen hinauf zu Wolke 7 und hinab in die Abgründe der Seele

Sa. 13.4. / 19:00 - 21:15 Uhr / 15 €, VVK 12 €


Die Liebe, sie trifft uns alle, und meist ist sie kein Zuckerschlecken, vor allem dann nicht, wenn die Jahre vergehen. Frank Schulz folgt seinen Protagonisten wie ein Privatdetektiv, er nimmt ihre Seelen unter die Lupe – aber er erschrickt nie über das, was er findet. Schulz, der Chronist des ganz alltäglichen Lebens und all seiner Untiefen, fängt den Klang von gesprochener Sprache ein wie niemand sonst.
Ein Juniorsenior (gerade 60) liefert sich per SMS ein Verbal-Pingpong mit seiner jungen Freundin, das so gleichberechtigt fies ist, dass man ganz verzaubert ist: das muss dann doch wohl Liebe sein! Ein Mann und eine Frau schreiben sich Briefe, die der jeweils andere immer erst zwanzig Jahre später öffnen darf. Und überhaupt: Älterwerden ist durchaus keine friedliche Angelegenheit. Wenn die Augen und das Gedächtnis zum Beispiel gerade genug nachgelassen haben, dass man sich, wie die Unternehmerwitwe im Spreewaldresort, nicht mehr sicher ist, ob der Gatte beim Wandern in die Schlucht gestürzt ist – oder ob man selbst ihn ein bisschen geschubst hat.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Frank Schulz
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Der Held im Pardelfell: Eine georgische Sage von
Schota Rustaweli

Lesung mit Kat Menschik und Tilman Spreckelsen

Sa. 9.3. / 19:00 - 21:15 Uhr / 14 €, VVK 12 €

Über Jahrhunderte mündlich überliefert, prägend für das Selbstverständnis eines ganzen Landes und dabei eine zauberhafte Liebes- und Heldengeschichte: Diesmal haben sich Tilman Spreckelsen und Kat Menschik das georgische Nationalepos vorgenommen und daraus ein modern erzähltes und fabelhaft illustriertes Buch gemacht!
Märchenhaft und faszinierend fremdländisch klingen sie, die Namen der Helden in diesem Buch: Tinatin und Awtandil, Nestan-Daredschan und Tariel. Zwei Liebespaare, deren Schicksale sich auf unvorhergesehene Weise kreuzen und bedingen. Die beiden Frauen verlieben sich ebenso heftig in die Helden wie diese in sie, jedoch stellen beide Bedingungen, und so müssen Awtandil und Tariel erst harte Prüfungen bestehen und Siege erringen, bevor sie ihre Geliebten wirklich erobert haben.
Der Dichter Schota Rustaweli verfasste die Verse um das Jahr 1200, als Georgien unter der Herrschaft von Königin Tamar zur Großmacht wurde – bis die Mongolen dieser Blütezeit ein jähes Ende bereiteten. Umso wichtiger wurde für die Georgier das Epos aus besseren Zeiten – bis heute.
Kat Menschik schwelgt in der mittelalterlichen, aber auch orientalischen Atmosphäre und erweckt in ihren Bildern die alten Recken zu neuem Leben. Und Tilman Spreckelsen zieht uns mitten hinein in das Drama um Awtandil und seinen Freund Tariel, den unglücklich Liebenden im Pardelfell.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Kat Menschik und Tilman Spreckelsen
Schauenburg-Breitenbach
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Der Rotopol Verlag Kassel stellt sich vor

Sa, 2.2. / 19:00 Uhr / Eintritt frei

Rotopol ist ein Verlag für grafisches Erzählen, der die Grenzen dessen abtastet, was Illustration und Comic leisten können. 2007 von Illustrator*innen in Kassel gegründet, lädt Rotopol dazu ein, hochwertig hergestellte Bücher und spannende Talente mit persönlichen Zeichen- und Erzählstilen zu entdecken. Im Lektorat und der Herstellung arbeitet das Verlagsteam eng mit den Künstler*innen zusammen und findet für jede Arbeit das passende Format und Layout. So entstehen Bücher, die eine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift tragen, die man immer wieder gern zur Hand nimmt und stets Neues entdecken kann.

Vom Hauptquartier im Kasseler Stadtteil Vorderer Westen aus arbeiten der Verlag mit einem internationalen Netzwerk von Zeichnern und Designern zusammen. In den kleinen Räumlichkeiten betreibt das Team das Verlagsbüro mit angeschlossenem Atelier und einer Siebdruck-Werkstatt, eine Galerie für zeitgenössische Illustration und
ein Ladengeschäft. In der Galerie präsentiert Rotopol das ganze Jahr über wechselnde Ausstellungen.

Im Laden liegt das Verlagsprogramm aus, das neben Comics und Illustrationsbüchern auch Kunstdrucke, Postkarten, Papierspiele, handgefertigte Skizzenhefte und bedruckte Textilien umfasst.

Verlagsleiterin Rita Fürstenau berichtet, wie aus der studentischen Idee von einer Plattform für grafi- sche Erzählkunst ein Verlag wurde, gibt einen Einblick in das Verlagsprogramm und in den Ar- beitsalltag bei Rotopol, zwischen Atelier, Verlagsbüro, angeschlossener Ladengalerie und Siebdruckerei. Im Anschluss wird eine Auswahl an Büchern in Lesungen und kurzen Filmen vorgestellt.

Der Rotopol Verlag Kassel stellt sich vor
Schauenburg-Breitenbach
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2018

„Oh Heideröslein, pass auf, es kracht“

Herrenzimmer - Balladen und Parodien

Fr. 02.11.2018 / 19:00 - 21:15 / 15 €
Sa. 03.11.2018 / 19:00 - 21:15 / 15 €

Wer kennt sie nicht - die Variationen zu Goethes Erlkönig?
Im neuen Programm des literarischen Kabaretts Herrenzimmer dreht sich alles um Balladen und Parodien. Die Werke der Klassiker werden dabei auf die satirische Schaufel genommen und Parodien neuzeitlicher Herkunft präsentiert. Nicht fehlen dürfen natürlich die Bänkellieder und Moritaten von Anno Tobak.
Zu Wort kommen so exzellente Humoristen wie Wilhelm Busch und Heinz Erhardt, aber auch Heinrich Heine, Robert Gernhardt und Dieter Hildebrandt. Ihre Texte, Sketche und Songs werden mit Schwung und Esprit vorgetragen. Viele der Parodien verdienen nicht ohne Grund das Prädikat „Perlen der Kleinkunst“.

Kabarett Herrenzimmer
Schauenburg-Breitenbach
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Musikalischer Impressionismus und französisches Chanson

Ne me quitte pas - Verlass' mich nicht

Sa. 27.10.2018 / 19:00 - 21:15 / 14 €, VVK 12 €

Der 100. Todestag von Claude Debussy ist ein willkommener Anlass, die rasante und fortschrittliche Entwicklung der französischen Musik um und nach 1900 zu beleuchten. Debussy lässt sich auch vom Jazz inspirieren, der auf der Weltausstellung 1900 erstmals in Europa erklingt. Schon vor ihm hatte Erik Satie die musikalischen Formen gesprengt und neue Wege eingeschlagen, die ihm das Attribut „Urvater der modernen Musik“ einbrachten. Inmitten dieser Strömungen gewinnt das moderne französische Chanson an Profil und Weltgeltung.
Beim Französischen Abendwird – neben der Musik von Satie und Debussy – ein großer Bogen geschlagen, der von Charles Trenet mit poesievollen Texten von Jacques Prévert über Georges Brassens und Yves Montand bis zu Jacques Brel reicht. Jochem Wolff führt durch diesen fast einhundertjährigen Streifzug gemeinsam mit zwei Protagonisten aus Hamburg: dem Chanson-Sänger Armin Diedrichsen und dem Pianisten Thomas Goralczyk.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Jochem Wolff, Arne Diedrichsen, Thomas Goralczyk
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Märchenwache, Lange Str. 2

 


Karen Duve liest »Fräulein Nettes kurzer Sommer«

Fr. 5.10.2018 / 20:00  / 15 €

Karen Duves so lakonischer wie gnadenlos sezierender Roman über die junge Dichterin AnnetteFoto: Kerstin Ahlrichs von Droste-Hülshoff und die Welt der letzten Romantiker, die deutsche Märchen sammelten, während die gute alte Ordnung um sie herum zerfiel. Das Porträt einer jungen Frau in einer Welt, in der nichts so blieb, wie es war.

Fräulein Nette ist eine Nervensäge! Dreiundzwanzig Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut, ist sie das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben, um  nach Mineralien zu stöbern. Die Säume ihrer Kleider sind im Grunde immer verschmutzt! Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wenn die Künstlerfreun- de ihres Onkels August nach Bökerhof kommen, über Kunst und Politik sprechen, mischt sie sich ungefragt ein. Wilhelm Grimm bekommt bereits Panik, wenn er sie nur sieht. Ein Enfant terrible ist sie, wohl aber nicht für alle. Heinrich Strau- be, genialischer Mittelpunkt der Göttinger Poetengilde, fühlt sich jedenfalls sehr hingezogen zu der Nichte seines besten Freundes. Seine Annäherungsversuche im Treibhaus der Familie bleiben durchaus nicht unerwidert. Allerdings ist er nicht der einzige. Was folgt ist eine Liebeskatastrophe mit familiärem Flächenbrand.
Historisch genau, gnadenlos entlarvend und so trocken-lakonisch und bitter-ironisch geschrieben, wie es nur Karen Duve kann

Karen Duve
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Ein schönes Paar

Gert Loschütz liest

Sa. 22.09.2018 / 19:00 - 21:15 / 14 €, VVK 12 €

Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der
Geschichte seiner Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen. Das hätte, da ihm die Mutter und der Junge ein paar Tage später folgten, der Beginn eines erfüllten Lebens sein können, tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Nach und nach geht Philipp das Paradoxe der elterlichen Beziehung auf: Dass es die Liebe war, die ihre Liebe zerstörte. Damit aber ist die Geschichte, die auch
sein Leben überschattet hat, nicht vorbei. Am Ende stellt er fest, dass Herta und Georg all die Jahre über miteinander verbunden waren, auf eine Weise, die sie niemandem, nicht einmal sich selbst, eingestehen konnten. 

Ein ergreifender Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Gert Loschütz
Schauenburg-Breitenbach
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Bevor der Tag zur Nacht sich neigt 

… Gedichte und Geschichten zu Tag und Nacht

Sa. 09.09.2018 / 16:00 - 17:00 / Eintritt frei

„Tag und Nacht“ ist in diesem Jahr das Thema des 14. Sparda Erzählfestivals, zu dessen Ausklang in gemütlicher Runde wir herzlich in die Märchenwache einladen. Vierzehn Lieblingstexte der Literatur haben der Autor und Literaturwissenschaftler Heiner Boehncke und die Erzählerin Gudrun für Sie ausgewählt. Sieben Gedichte und kürzere Geschichten wird Gudrun Rathke rezitieren und erzählen: über den Mond und die Sonne, über Licht und Finsternis, schaurige oder schaurig schöne Nächte, über Tage im gleißenden Licht und Nächte voller Sternenglanz. Dass dabei die romantische Literatur eine große Rolle spielt, versteht sich fast von selbst. Heiner Boehncke kommentiert die Texte und teilt die Ideen und Gedanken, die ihm eingefallen sind, wie immer erfrischend lebendig.
Und die anderen sieben? Aus ihnen wählt das Publikum den einen oder anderen Lieblingstext aus, den Gudrun Rathke dann vorträgt, bevor der Tag vergeht und die Nacht beginnt.

14. Sparta Erzählfestival
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Dagmara Kraus und die Werkstatt Rixdorfer Drucke

„Spiel, Satz, Druck – die Rixdorfer zurück in Berlin“

Sa. 25.08.2018 / 19:00 - 21:00 / 12 €, VVK 10 €

„Der Setzkasten ist der Satzkasten ist der Spielplatz auf’m Setzschiff für’s gemischte Doppel: Wortwelt versus Druckwelt à Weltdruck - Eindruck - Überdruck - Ruckzuck - Hirnfuck - Ausdruck. Ansage aus der Takelage vom Linienrichter: „Nun nehm’Se mal’n bißchen Druck aus Ihr’n Köppen, meine Damen und Herren! Oder denken Se, Sie könn‘ Witze Machen mitter Obrischkeit?“ Yes Käptn! Aufschlag, Anschlag, durchschlagende Erfolge im Suchkasten, wo Dichter und Drucker mittels Rückhand, Schlaghand unter der Hand die Lettern bleileicht an Licht heben, rücken, drücken, Worte kürzen, Worte würzen/ niemals auf’s Erstbeste stürzen. Das Match der Verse wie des Vergnügens endet im Doppelsieg des Be-glücktwerdens gegen’s Ve-rücktwerden. Der Text steht. Das Sinnsegel weht und trifft ins Schwarze. Mittenmang herumschwimmende Setzkasteneindringlinge: Zwiebelfische. Alle auf Deck! Und nicht: aus’m Rahmen fallen! Endrunde: Grand Slam krasser Typotypen, gut trainiert, arrangiert, farbfroh angeschmiert. Die aktuelle Spielfolge aus der Rixdorfer Handsetzerei: Nicht nur vom Hörensagen, sagt das Gehör, druckt die Presse das Beste: Schriftsteller - Schriftsetzer - Showdown ahoi!“  (Kerstin Hensel)

Dagmara Kraus liest gemeinsame Texte und eigene Gedichte. Die Rixdorfer sind anwesend.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Dagmara Kraus
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Eliza Karmińska

Deutsch-polnischer Kulturtransfer

Zur Rezeption der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in Polen

Sa., 04.08.2018 / 19:00 Uhr / 5 €

Die schwierige deutsch-polnische Nachbarschaft beeinflusste beträchtlich die Übersetzungs- und Veröffentlichungspolitik der »Kinder- und Hausmärchen« im 19. und 20. Jahrhundert. Deswegen unterlag die polnische Rezeptionsgeschichte der Kinder- und Hausmärchen politischen, didaktischen und weltanschaulichen Bedingungen. Im Jahr 2010 erschien die neue vollständige Übersetzung in der polnischen Sprache. Die Autorin dieser Übersetzung erzält in ihrem Vortrag auch über Ziele, Methoden und Probleme der gegenwärtigen Übersetzung. Anhand ausgewählter Übersetzungsprobleme zeigt sie, wie die bisher existierenden Übersetzungen vieles auf der Ebene von Sprache und Inhalt entstellt haben und wie dies in der neuen Übersetzung zu überwinden und zu korrigieren war.

Eliza Karmińska, Dr. habil., Universitätsprofessorin am Institut für Sprachwissenschaft der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen (Poznań), Autorin der neuen polnischen Übersetzung der Kinder- und Hausmärchen


So klingt Norwegen

Von Edvard Grieg bis Kari Bremnes

mit Jochem Wolff, Julia Reingardt und Ingrid Frøseth

Sa. 16.06.2018 / 19:00 - 21:15 / 14 €, VVK 12 €

Die farbenreiche Palette norwegischer Musik entstammt einer betörend schönen Landschaft und ist geistesverwandt mit Künstlern wie Edvard Munch oder Literaten wie Henrik Ibsen. Im Mittelpunkt steht Edvard Grieg, dem es gelang, Norwegen auf die musikalische Weltkarte zu setzen. Es folgten namhafte Komponisten, vor allem auch Komponistinnen. Daneben blühen heute eine virtuose Folklore (maßgeblich durch Fidel-Spieler), Jazzverwandtes (z.B. mit Jan Gabarek) oder so eigen geprägte und international berühmte Songs und Chansons wie die von Mari Boine und Kari Bremnes. Gestaltet wird der spannend unterhaltsame wie informative Mittsommerabend vom Autor und Skandinavien-Experten Jochem Wolff, der Pianistin Julia Reingardt und der Sängerin Ingrid Frøseth.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Julia Reingardt, Jochem Wolff
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Alfred Döblins "Reise in Polen 1924: Die Warschauer Judenstadt"

Gudrun Sander, Rezitation und Texteinrichtung – Stefan Hülsermann, Klarinette

Sa. 05.05.2018 / 19:00 - 21:15 / 12 €, VVK 10 €

Der Autor des berühmten Großstadtromans "Berlin Alexanderplatz"  hielt sich im Jahre 1924 zwei Monate lang in Polen auf, um die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse des Nachbarlandes kennen zu lernen: »Wer hat die Macht und wer den Mund? ... Wer hungert und wer ist satt?« Aufgerüttelt durch pogromartige Vorgänge in Berlin, richtet der Reisende sein Interesse hauptsächlich auf die jüdische Bevölkerung. Die Lebensweise dieser Menschen, mit eigener Sprache, Religion und Kultur wühlt Döblin, der selbst jüdischer Abkunft ist, auf. Er erschrickt über die Verachtung und den Hass, denen sie ausgeliefert sind.
Schon zwanzig Jahre nach seinem Besuch leben in Warschau keine Juden mehr, ist die jüdische Kultur in Polen durch die mörderische Systematik der Nationalsozialisten auf schreckliche Weise zu einer historischen Erscheinung geworden.
 
Gudrun Sander, Stefan Hülsermann
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Der weiße Fleck im Stammbaum: Von Göthé zu Goethe

Sa. 21.04.2018 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Friedrich Georg Göthé - war elegant, mehrsprachig, gebildet und vor allem reich. Eine Art Karl Lagerfeld von Frankfurt. Ohne ihn hätte die Karriere des Johann Wolfgang von Goethe kaum stattgefunden. Aber der berühmte Enkel verbannte den Großvater, den »verdammten Schneider« und Hotelier, aus der Familiengeschichte. MONSIEUR GÖTHÉ erzählt eine Erfolgsgeschichte aus dem 17./18. Jahrhundert: Der Sohn eines Hufschmieds aus dem thüringischen Kannawurf geht als Schneidergeselle ins Mekka der Mode, nach Frankreich, wird Seidenschneider und kommt als protestantischer Glaubensflüchtling nach Frankfurt, wo er zu einem angesehenen Bürger wird. Ein Der Damenschneider à la mode,– Göthé – heiratet, beliefert die Höfe im Reich und führt später den »Weidenhof«, eine der ersten Hotel-Adressen der Freien Reichsstadt. Der Sohn dieses Aufsteigers wird Doktor beider Rechte, Wirklicher Kaiserlicher Rat und heiratet die Tochter des ersten Bürgers der Stadt. Als Johann Wolfgang geboren wird, ist der Großvater Göthé fast schon vergessen.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Schauenburg-Breitenbach
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Gedenkkonzert für Jürgen Ammer

So. 15.04.2018 / 17:00 / 8 €, VVK 6 €

Musik des späten 18. Jahrhunderts für Cembalo zu zwei und vier Händen mit Lisa Schäfer und Gregor Hollmann mit Werken u.a. von Muzio Clementi, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach

Lisa Schäfer aus Kleinvach, geboren 1991 in Göttingen, war Schülerin von Gregor Hollmann in der Musikschule der Stadt Kassel, und studierte anschließend bei ihm Cembalo in Münster. Seit dem Abschluß 2016 absolviert sie ein Aufbaustudium bei Professor Christian Rieger in Essen. Sie tritt seit Jahren als Solistin auf, u.a. bei den Barockfestspielen Bad Arolsen.
Prof. Gregor Hollmann ist seit 1986 Dozent für Cembalo, Generalbass und Kammermusik an der Musikakademie der Stadt Kassel »Louis Spohr«. Außerdem ist er Honorarprofessor an der Musikhochschule Münster (seit 2008). Zu den wichtigen Stationen seiner künstlerischen Tätigkeit gehören u.a. die internationalen Bach-Festivals in Leipzig und Philadelphia, die Bachwoche in Ansbach, der MDR Musiksommer, die Festivals in Herne, Sopron und Vilnius. Darüber hinaus war er Gast bei zahlreichen Ensembles und Orchestern, darunter die Bamberger Sinfoniker und die Berliner Philharmoniker.
Jürgen Ammer war mit seiner Werkstatt für historische Tasteninstrumente in Breitenbach eng mit der Märchenwache verbunden. Er vermittelte herausragende Solisten aus aller Welt, die auf seinen Instrumenten bei uns gespielt haben. Jürgen Ammer verstarb nach kurzer schwerer Krankheit 2017.

 


Tom Liwa 2017

dritter Frühling und GANZ NORMALE SONGS

Fr. 13.04.2018 / 19:30 / 15 €, VVK 13 €

In den fast zwei Jahren seit dem Erscheinen von 'UMSONST & DRAUSSEN', Tom Liwas erstem
Album für das renommierte Hamburger Label GRAND HOTEL VAN CLEEF, ist viel passiert. Zunächst spielte der ehemalige Duisburger, der jetzt in der Nähe von Soest auf dem Land wohnt, jede Menge Konzerte – viele davon privat – sowohl mit seiner Band FLOWERPORNOES als auch alleine. Darüber hinaus schrieb er ein (noch unveröffentlichtes) Buch, hatte seine erste Ausstellung mit Zeichnungen und wurde noch einmal Vater. Mit seinem Jugendfreund MIKE KROLLMANN nahm LIWA unter dem Namen SUNDOWN ein wunderschönes, zart psychedelisches Songwriter-Album in englischer Sprache auf ('CRAB APPLE, WILD CHERRY AND SLOE', ebenfalls GHvC). Derzeit arbeitet er gemeinsam mit TOBIAS LEVIN (Produzent von zuletzt u.a. TOCOTRONIC und JA PANIK) an seinem zweiten offiziellen LIWA-Release fürs GRAND HOTEL. 'GANZ NORMALE SONGS', eher Solowerk mit Features als Bandplatte, wird im Februar 2018 erscheinen.

 
Tom Liwa
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Gott ist nicht schüchtern

Olga Griasnova liest

Sa. 03.03.2018 / 19:00 / 14 €, VVK 12 €

Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen ums Überleben kämpfen. Sie fliehen. Ein erschütterndes, direktes und unvergessliches Buch.
„Amal schaut den Frauen auf der Straße nach. Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie nicht mehr dazugehört. Niemand beachtet sie mehr. Wo ist ihr Haus? Ihre Karriere? Und ihre Straße, die immer nach Jasmin roch? Wo sind ihre Bücher und Schallplatten? Wo die Freunde und Verwandten? Die Partys und der Sommer vor dem Pool?
Die Welt hat eine neue Rasse erfunden, die der Flüchtlinge, Refugees, Muslime oder Newcomer. Die Herablassung ist in jedem Atemzug spürbar.“
Als die syrische Revolution ausbricht, feiert Amal ihre ersten Erfolge als Schauspielerin und träumt von kommendem Ruhm. Zwei Jahre später wird sie im Ozean treiben, weil das Frachtschiff, auf dem sie nach Europa geschmuggelt werden sollte, untergegangen ist. Sie wird ein Baby retten, das sie fortan ihr eigen nennen wird.
Hammoudi hat gerade sein Medizinstudium beendet und eine Stelle im besten Krankenhaus von Paris bekommen. Er fährt nach Damaskus, um die letzten Formalitäten zu erledigen. Noch weiß er nicht, dass er seine Verlobte Claire niemals wiedersehen wird. Dass er mit hundert Wildfremden auf einem winzigen Schlauchboot hocken und darauf hoffen wird, lebend auf Lesbos anzukommen. In Berlin werden sich Amal und Hammoudi wiederbegegnen: zwei Menschen, die alles verloren haben und nun von vorn anfangen müssen.
Olga Grjasnowas Romane erinnern uns immer wieder daran, dass es nicht nur diese eine Welt vor unserer Haustür gibt, sondern sehr viele Welten, und dass es sich lohnt, sie kennenzulernen.
Foto: © René Fietzek
 

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

 
Olga Griasnova
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Erbsen zählen

Sa. 17.02.2018 / 19:00 - 21:15 / 12 €, VVK 10 €

Die fast 30-jährige Annika lehnt sich nonchalant gegen die unsägliche Erbsenzählerei auf: gegen Ehe, Kinder, Eigenheim und Karriere. Aber wie lassen sich Ideal und Lebenswirklichkeit vereinbaren? Wie kann man in einer von Regeln und Normen durchdrungenen Welt glücklich werden?
Selbstbestimmt leben? Gertraud Klemm erzählt in ihrem dritten Roman scharfzüngig und gleichsam humorvoll von einer Frau, die sich der neoliberalen Leistungs- und der traditionellen Wertegesellschaft entgegenzustemmen versucht.
 

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Fotocredit: Andrea Peller

 
Gertraud Klemm
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Chassallerone von Ingo Doering

Stadt- und Regionalgeschichte Kassels von 1500 bis 1527
Sa., 27. Januar 2018, 19 Uhr / Eintritt 6 €
 
In einhundert Episoden, gedichtet und niedergeschrieben von Ingo Doering. Eine Sittengeschichte, beginnend im ausgehenden Mittelalter bis zur Umsetzung der lutherischen Reformation in Hessen.
Einhundert Episoden aus allen sozialen Lebensbereichen der städtischen Bevölkerung, aus Prekariat und Arbeiterschicht, Bürgertum und Patriziat. Vom Kasseler Hof Landgraf Philipp des Großmütigen sowie der klerikalen Gegenwelt der Kasseler Priesterschaft und Chorherren und des Klosterlebens mit dem Schwerpunkt auf dem ehemaligen Kloster Weißenstein.
Ingo Doering, ehemaliger Lehrer aus Kassel, hat seine sprachliche Darstellung in Versform den mittelalterlichen Schwänken von Hans Sachs entlehnt. Die vorwiegend lustbetonte Lektüre soll beim Leser und Zuhörer das Interesse an selbstbestimmter Erschließung weiterführender historischer Quellen wecken.

2017


Heilige Nacht

Fr. 08.12.2017 / 19:30 / 15 €, VVK 13 €

Franz Josef Strohmeier liest Ludwig Thoma „Heilige Nacht“ begleite von Axel Rüdiger auf einer Zither in der Evangelische Kirche Breitenbach, Hauptstr. 23 Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ ist ein Klassiker bayerischer Literatur. Spätestens wenn die erste Strophe des ersten Zwischengesangs erklingt, dann ist der Zuhörer dem Zauber der Weihnachtslegende erlegen. Egal, ob er den bairischen Dialekt liebt oder ihn versteht, egal ob er mit der Geburt Christi etwas anfangen kann oder nicht. Seit Thoma vor beinah 100 Jahren die Idee hatte, die biblische Legende in einem oberbayerischen Dorf spielen zu lassen, hat der Mundart-Text nichts von seiner Kraft verloren und bleibt mit seiner Kernaussage bis heute hochaktuell. Franz Josef Strohmeier gestaltet die „Heilige Nacht“ auf traditionelle, klassische Weise in großer Dichte und Intensität. Er schafft es, umrahmt mit Zithermusik, die jedermann bekannte Geschichte zu interpretieren, dass man glaubt, sie zum ersten Mal zu hören.


Moabit

Sa. 25.11.2017 / 19:00 / Eintritt 15 €, VVK 13

Volker Kutscher und Kat Menschik präsentieren Ihr erstes gemeinsames Buch „Moabit“. Er schreibt Krimis, die süchtig machen. Sie zeichnet Bilder, so ästhetisch und eigen, dass man sich von ihnen nur schwer lösen kann. Volker Kutscher und Kat Menschik haben gemeinsamen Buch gemacht, das alle Sinne fesselt. „Moabit“ ist die perfekte Einstiegsdroge für all jene, die die Kutscher-Krimis noch vor sich haben, und für alle Fans ein grandioses Puzzlestück im Gereon-Rath-Universum! Die großartige Kat Menschik entwirft dazu so kongenial das verruchte Berlin der 20er Jahre in seiner düster-rauen Schönheit, dass man selbst noch den Geruch und die Geräusche von damals wahrzunehmen meint.


Anpfeifen gegen einen Ozean

Auf den Spuren von Heine, Tucholsky und Kreisler

Fr. 03.11.2017 / Sa. 04.11.2017 / 19:00 / 12 €

Frech und mutig forderten sie die Mächtigen heraus - und setzten sich dabei zwischen alle Stühle. Bis zu dem Punkt, als sie in allerletzter Minute ihre Heimat verlassen mussten: Heinrich Heine, Kurt Tucholsky und Georg Kreisler. Ihre humorvollen Nadelstiche haben an Aktualität nicht verloren. Das literarische Kabarett Herrenzimmer präsentiert mit Witz, Esprit und Tiefgang in seinem neuen Programm eine unterhaltsame Revue aus Texten und Songs der Meister des geschliffenen Wortes.


Frankreich - ein Portrait

Sa. 28.10.2017 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Jochem Wolff, Hans-Joachim Mayer

Frankreich und Deutschland, Grundpfeiler der EU: Schwere Attentate, Banlieu-Unruhen und die Präsidentschaftswahlen sind Schlüsselereignisse im Frankreich-Bild. Zu skeptischen Fragen, wie zur Einschätzung des islamischen Einflusses, gesellen sich andererseits kulturelle Glanzlichter, die die große Geschichte Frankreichs nicht vergessen lassen. Das Mittelalter, der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV und die Französische Revolution werden beleuchtet, überdies das 19. Jahrhundert, auch mit seinen Weltausstellungen, bis hin zum Fin-de-Siècle, schließlich das 20. zwischen Krieg und Frieden samt Kolonialpolitik. Die Garde der Philosophen und Schriftsteller von Hugo, Flaubert über Zola, Briand, Sartre, Camus bis Bourdieu und Houellebecq, die der Komponisten von Debussy bis Boulez. Frankreich ist Gastland der Frankfurter Buchmesse. Derweil erschafft sich Paris ein neues Theaterviertel mit vier großangelegten Bühnen.


Kulturerbe der Hugenotten im Refuge Nordhessen

Hugenottische Einflüsse auf die Grimm’sche Märchensammlung

Sa. 6.10.2017 / 19:30 / Eintritt frei
Begrüßung Heinz Vonjahr, Vorträge von Dr. Renate Buchenauer und Jürgen Lips

Eine Veranstaltung zur Eröffnung des Wanderweges »St. Ottilienschleife« auf der Europäischen Kulturroute Hugenotten- und Waldenserpfad. Der Verein »Hugenotten- und Waldenserpfad« hat zusammen mit europäischen Partner den Fernwanderweg von Bad Karlshafen bis
nach Südfrankreich gekennzeichnet. Das europäische Netz umfasst eine Weglänge von insgesamt ca. 3.200 km, davon allein in Deutschland 1.600 km. Die Konzeption des Kulturwanderwegs erinnert daran, dass Flucht, Exil, Toleranz und Integration auch heute einen Schwerpunkt gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen bilden. Das historische Kulturerbe der Hugenotten und Waldenser in seiner herausragenden Bedeutung für die kulturelle Identität soll im öffentlichen Bewusstsein verankert und breiten Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden.
In Zusammenarbeit mit dem Verein Hugenotten- und Waldenserpfad.

Die blaue Blume wächst bei Kassel

So. 1.10.2017 / 16.00 Uhr

Ausklang des 13. Sparda-Erzählfestivals in der Schauenburger Märchenwache

Blau ist die Farbe der Romantik. Welche denn sonst. Wenig bekannt ist die Verbindung der Gegend um Kassel mit der Blauen Blume. Aber genau dort wurde sie gefunden; jedenfalls einer Sage nach, die von den Brüdern Grimm überliefert wurde. Das ist der Ausgangspunkt für ein paar Bemerkungen und Spekulationen zur „Kasseler Romantik“. Dort haben Clemens Brentano und Achim von Arnim an Des Knaben Wunderhorn gearbeitet. Finden sich auch in anderen Werken der Romantik Spuren von Sagen aus der Kasseler Gegend? Vielleicht erleben Sie ja ein blaues Wunder, wenn der Mitbegründer das „Literaturlandes Hessen“ bekannte und weniger bekannte Sagen und verwandte Literaturgattungen zitiert und erläutert und Gudrun Rathke die Sagen in der ihr eigenen lebendigen Art erzählt.

Mit Heiner Boehncke und Gudrun Rathke


Oben das Feuer, unten der Berg

Sa. 23.9. / 19:00 - 20:45 / 14 € VVK 12 €
Oben das Feuer, unten der Berg Reinhard Jirgl liest Lesung Berlin, Oktober 2012, eine Frau ist verschwunden. Theresa, in Ostdeutschland geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf, weil ihre Eltern als Oppositionelle inhaftiert waren. In den Siebzigern bekommt sie als Historikerin Zugang zu Geheimarchiven der DDR – erschreckende, unglaubhafte Dokumente liegen vor ihr. Theresa wird kaltgestellt, und das bleibt so, denn ihr Wissen ist nach der Wende 1989 extrem gefährlich. Reinhard Jirgl erzählt von einer unbekannten deutschen Geschichte: Der große bürokratische Umbau, den die Politik die „Wende“ nannte, hat intakt gelassen, was man vergangen glaubte: Seilschaften, Organisationen, Feindschaften. Das Gestern ist auch morgen nicht zu Ende.


Jubiläums-Sonntag, 25. Juni 2017

20 Jahre Schauenburger Märchenwache


15 Uhr Auftritt des Gesangsvereins Breitenbach
Alle Gäste und alle Breitenbacher sind eingeladen zum gemeinsamen Singen und zu Kaffee und Kuchen.

Vorstellung des JubiläumsWendeBuches
Das Buch beinhaltet die Malaktion von 2008 – I. »Kinder malen Riesenbilder zu Krauses Märchen« und II. »Heinz Vonjahr berichtet aus dem wahren Leben des Grimm‘schen Märchenbeiträgers Johann Friedrich Krause«. Es wird vorgestellt von Christa Goetsch, ehemalige zweite Bürgermeisterin und Schulsenatorin in Hamburg.

Märchen-Malaktion
Kinder der Johann Friedrich Krause-Schule wiederholen neun Jahre später die Malaktion unter Anleitung der Lehrerin Tina Haselroth, die Märchen werden vorgelesen von dem Schauspieler Michael Kaiser.

18 Uhr Festakt
Grußworte und Gratulationen unter der Schirmherrschaft von Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie.

20 Uhr Konzertprogramm

Glanz- und Lieblingsstücke von sistergold
sistergold präsentiert Klassiker des Jazz wie »Take five«, »Bei mir biste scheen« und »I got rhythm« sind genauso zu hören wie ein barockes Stück von Georg Philipp Telemann. Songs von den Beatles, Abba und Leonard Bernstein, Klezmermusik und Eigenkompositionen werden gekonnt in Szene gesetzt. Ein übermütiges, stilistisch vielfältiges, immer groovendes Programm eines Ensembles, das Professionalität, Können und unbändige Lust am Spiel vereint. Ladypower und Entertainment – musikalische Perfektion und kreatives Gespür für ein grandioses Songprogramm. Das Frauen-Saxophonquartett sistergold bietet neben brillanten Bearbeitungen aus den Genres Pop, Jazz, Soul und Weltmusik spannendes Entertainment von Steptanz bis Showblock.
Eintritt 18 Euro. Open Air unter den Schirmen vor der Märchenwache im Rahmen des Kultursommers Nordhessen

„Und das Meer singt sein Lied“

Sonntag, 11. Juni 2017 - 19 Uhr

Eintritt 14 €, 12 €

„Und das Meer singt sein Lied“ Rainer Moritz liest und das Trio Schlagerlust spielt.

Der Schlager und das Meer sind untrennbar miteinander verbunden: Ferne Häfen, weite Strände, weiße Schiffe und glutrote Sonnenuntergänge sind von jeher die wichtigsten Bestandteile einer unverwüstlichen Kunstform, die aus der deutschen Kulturlandschaft kaum noch wegzudenken ist. Der passionierte Schlagerexperte und Literaturwissenschaftler Rainer Moritz geht in diesem Buch nicht nur der Frage nach, wie es so weit kommen konnte, sondern liefert auch die Erklärung, warum Julio Iglesias mit seinen hingebungsvoll geschluchzten Versen wahrscheinlich Recht behalten wird: "Und das Meer singt sein Lied / wie in uralter Zeit / und das Lied hört nie auf / bis in die Ewigkeit."


 

2016 und früher

Rabenliebe

Eine Lesung mit Peter Wawerzinek. Unter dem Titel "Rabenliebe" verbirgt sich ein brisantes Thema: Mutterliebe ist kein Naturgesetz. Beinahe täglich werden wir mit Medienberichten über Grausamkeiten konfrontiert. Dies ist nicht erst seit Goethe literarisch bearbeitet worden,begegnet uns autobiografisch in der Gegenwart bei Josef Winkler und auch in der Lesung Peter Wawerzineks. Der in den fünfziger Jahren in der DDR Geborene erzählt von einem Geschwisterpaar, dessen Mutter sie bei ihrer Flucht in den Westen allein in der Wohnung zurückließ. Ihr Leben wird gerettet, ihre Seelen haben eine offene Wunde. Ihr "Schrei nach der Mutter" mündet nach einem halben Lebensjahrhundert in die Muttersuche: "Ich werde mich zur Mutter aufmachen und dabei ums Leben kommen". Eintritt 12 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Der englische Tänzer - ein Fall für Sebastian Fink

Eine Krimi-Lesung des Autors: Friedrich Dönhoff hat mit Sebastian Fink einen sehr sympathischen und erfrischend normalen Ermittler geschaffen. Weder muss der Leser dauernd mit ihm auf kulinarische Streifzüge gehen, noch sämtliche verfügbaren Alkoholika vernichten. Nein, Fink geht zum Dienst, er hat sogar ab und an Feierabend und so etwas wie ein Privatleben, er kümmert sich um den Sohn seiner Mitbewohnerin - die in diesem Buch eine recht eigenwillige Beziehung eingeht und Fink dadurch auch die eine oder andere Sorge zusätzlich bereitet. Eintritt 10 Euro


Puppentheater Sterntaler mit Frieder Simon

Das aus Halle stammende Puppentheater gastiert mit Frieder Simon in der Märchenwache Wir freuen uns auf den Besuch der Mitglieder der überregional bekannten Puppenbühne mit einer kleine aber feinen Kostprobe ihres Repertoires in den Räumen der Märchenwache. Eintritt 4 Euro


Gedenkjahr 2011: Franz Liszt

Vortrag mit Musikbeispielen von und mit Jochem Wolff. Ein Abend rund um den Pianisten, Komponisten, Neuerer, Organisator, Pädagogen, Förderer, führende Künstlerpersönlichkeit im 19. Jahrhundert, Kosmopolit,Europäer in der Geisteshaltung und musikalischer Netzwerkknüpfer von Weimar - anlässlich des Liszt-Gedenkjahres 2011. Eintritt 10 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Süß wie Schattenmorellen

Eine Lesung mit Claudia Schreiber. Das neue Buch der Autorin von "Emmas Glück" – ein turbulenter Roman, von einer lebenstüchtigen Heldin - der 14-jährigen Annie – berichtet, wie sie allein auf der Schattenmorellenplantage ihrer Familie überlebt, und den Erwachsenen zeigt, das eine Jugendliche das Leben besser im Griff hat als mancher von ihnen. Ein junges Mädchen auf dem Weg zur jungen Frau – eine Schilderung, anschaulich, unterhaltsam und ohne jeglichen Kitsch oder Sentimentalität.

Eintritt 10 Euro


Erlkönigs Töchter - The Best of German Cultur-Balladen

Ensemble Artres: Heiter und fröhlich werden die deutschen Märchen und der Balladenwald durchstreift - Begegnungen mit einem bleichen Ritter, dem Erlkönig, der Loreley und den Königskindern sind unausweichlich. Ein Strauß voller Melancholie ist zu pflücken - von Eichendorff, deutscher Romantik bei Schiller, Goethe und Heine und vom Humor des Herrn Kästner. Auch das Heideröslein und das Veilchen sind im Bouquet. Mit Musik von Franz Schubert und Robert Schumann. Sie erleben einen Streifzug durch die deutsche Literatur - die altbekannten Lieder werden mitgesungen! Es gastieren Iris Artajo von Petersdorff, Gundi Eberhard, Claudia Jakobshagen, Vera Claus. Eintritt 15 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse


Die Tuba-Novelle: Samuel-Beckett-Gesellschaft zu Gast

Rainer Wieczorek liest, begleitet von einem Tubisten. Diese Veranstaltung muss am 9. März stattfinden! Denn dies ist der 100ste Geburtstag von Peggy Sinclair, Becketts erster großer Liebe, deretwegen er überhaupt nach Kassel (und damit 1928 erstmals nach Deutschland) gekommen ist. In Kassel ist Beckett zum ersten Mal mit deutscher Kultur in Berührung gekommen. Als thematischer Kern der Triologie zeichnet sich die Frage nach dem Gewicht und der Reichweite der Kunst in einer sich zunehmend trivialisierenden Welt ab. Ein Essay ist zu schreiben, doch der Tuba-Spieler "gegenüber" stört den Schriftsteller, stellt sich dem Entstehen des Werks - scheinbar? - in den Weg. Eintritt 8 Euro In Zusammenarbeit mit der Samuel-Beckett-Gesellschaft Kassel und der Volkshochschule Region Kassel,gefördert von der Kasseler Sparkasse

Zeitbehälter, Gottesbeweise und anderes mehr

Auftritt mit Lesung von Thomas Kapielski, der am Tag zuvor den Kasseler Preis für grotesken Humor erhält. Eintritt 12 Euro.  

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Im Lande Gänseklein

Lesung mit Erika Pullwitt. Eintritt 10 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule der Region Kassel und der edition ebersbach Berlin.


Ein Abend mit Anton Tchechov

mit Gudrun Sander und Carlo Ghiradelli. Eintritt 10 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Zwischen den Jahren: Herwig Lucas

Das Kränzchen des Fördervereins der Märchenwache lädt ein:  Herwig Lucas bietet »Sachen zum Lachen«, der Förderverein und Albert Schindehütte laden ein, bei Speis’ und Trank’ und netten Gesprächen das Veranstaltungsjahr der Märchenwache ausklingen zu lassen. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.


Achtung Terminverschiebung: Burkhard Spinnen

Der nächste Autor in der Märchenwache sollte Burkhard Spinnen, der mit »Belgische Riesen« und »Müller hoch Drei« zwei vielbeachtete Kinder- und Jugendbücher geschrieben hat, sein. Leider muss die für Sonnabend, 27. November 2010, angekündigte Lesung entfallen. Bei einem rechtzeitig veröffentlichten Ersatztermin wird er sodann über seine Erfahrungen mit Lesungen in der Schule berichten.  In »Auswärtslesen« beschreibt Spinnen die Umstände seiner Auftritte. Dabei nimmt er sich immer wieder die Zeit, darüber nachzudenken, welche Funktion die Literatur in der Schule haben sollte und welche sie heute hat. Abseits der Pisa-Studie ein pointiertes, eindringliches Buch über die Realität in der pädagogischen Provinz. Terminbekanntgabe folgt.


Auftakt zu Lesungen bekannter Krimiautoren

Im November 2010 startet eine Reihe von Lesungen bekannter Krimiautoren, die sich 2011 fortsetzt: Auftakt ist am Sonntag, 21. November 2010, um 20 Uhr, es liest Jan Seghers aus "Die Akte Rosenherz". Eintritt 12 Euro. Ein Auszug: 

Niemand, der damals am Tatort war, wird den Fall je vergessen. In einer heißen Augustnacht des Jahres 1966 wird in Frankfurt eine Prostituierte auf brutale Weise ermordet. Sofort macht das Wort von der »zweiten Nitribitt« die Runde.

Und wirklich: Auch im Fall Rosenherz bleibt der Täter unerkannt. Vierzig Jahre später. Ein nebliger Morgen im Stadtwald. Hauptkommissar Marthalers schwangere Freundin Tereza wird bei einem Überfall schwer verletzt. Und der Polizist erhält einen Tipp: Er soll den alten Fall noch einmal unter die Lupe nehmen. Doch damit legt Marthaler sich mit mächtigen Gegnern an, die ihre frühen Sünden vertuschen wollen. Die »Akte Rosenherz« soll geschlossen bleiben. Um jeden Preis.

Auch diese Reihe erfolgt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


In der Tonkunst ein wahres Originalgenie - Carl Philipp Emanuel Bach

War in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vom „großen Bach“ die Rede,  so war fast immer Carl Philipp Emanuel (1714-1788) gemeint.  Er galt als der Komponist, der seit den 1750er Jahren das Gedankengut der Aufklärung und dann den Sturm und Drang auf musikalischem Gebiet am nachdrücklichsten vertrat. Er entwickelte eine Tonsprache, in der das kompositorische Detail meisterhaft ausgeformt wird. Daneben erwies sich C. Ph. E. Bach als eine universal gebildete Künstlerpersönlichkeit, die in Wort und Musik vorgestellt werden soll.

Eine Lesung mit Musikbeispielen am Sonntag, 7. November 2010, ab 17 Uhr von und mit Jochem WolffEintritt 10 Euro In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse


Ein Sonatenabend mit Anna Göbel und Vasilena Krastanova

Am Sonntag, 24. Oktober 2010, spielen die beiden Studentinnen Anna Göbel und Vasilena Krastanova der „Robert-Schumann-Hochschule“ Düsseldorf, Meisterschülerinnen u.a. bei Anke Dill, Irina Ossipova und Tomasz Tomaszewski, Werke für Klavier und Violine von Dmitri Schostakowitsch, Wolfgang Amadeus Mozart, Pablo de Sarasate, Edvard Grieg und Camargo Guarnieri. Die Violine spielende Anna Göbel ist in der Region bereits bekannt, sie stammt aus Schauenburg-Elmshagen. Beginn des Sonatenabends ist um 19 Uhr.

Eintritt 8 Euro


Lesung Robert Löhr

Am Sonntag, 26. September 2010, wird´s theatralisch: Robert Löhr liest aus "Das Hamlet-Komplott" - frei erfunden und völlig abstrus, aber mit historisch realen Protagonisten erzählt der Autor Löhr von niemand Geringerem als den Größen der deutschen Literatur jener Zeit, insbesondere Goethe, Schlegel, Kleist, Tieck sowie Madame de Staël. Hörenswert!

Eintritt 10 Euro


Australisches Ensemble: Sydney Consort

In Zusammenarbeit mit der Werkstatt für Historische Tasteninstrumente Jürgen Ammer, ebenfalls in Schauenburg ansässig, sorgt die Märchenwache am Freitag, 24. September 2010, für ein Gastspiel der besonderen Art: Ab 20 Uhr gastiert eines der herausragenden Musikensemble Australiens, Sydney Consort, in der Märchenwache. Im Jahre 1997 gegründet, spielen Monika und Stan Kornel (Cembalo und Flöten) zusammen mit Hans-Dieter Michatz (Violine) Werke unter anderem von Telemann, Hotteterre, Buxtehude und natürlich Johann Sebastian Bach. Beginn ist um 20 Uhr. 

Eintritt 12 Euro 


Musik und Landschaft - Schläft ein Lied in allen Dingen

Landschaftsmusik? - Etwa die "Moldau" von Friedrich Smetana, - oder was kann gemeint sein? Der Zusammenhang zwischen Musik und Landschaft ist viel umfassender, komplexer und reicht in die unterschiedlichsten Richtungen von Kunst und Gesellschaft. Überzeugen Sie sich selbst im Rahmen einer Lesung mit Musikbeispielen von und mit dem Musikpublizisten Jochem Wolff am Sonnabend, 28. August 2010, um 17 Uhr.  Eintritt 8 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Der kleine Mausche aus Dessau - Moses Mendelsohns Reise nach Berlin im Jahre 1743

von und mit Katja Behrens.

Im Oktober 1743 macht sich der 14-jährige Mausche zu Fuß auf die Reise von Dessau nach Berlin. Es ist nicht nur die erste Reise seines Lebens, sondern auch eine Wanderung durch Feindesland, denn er ist Jude. In Berlin will der hochbegabte wie schüchterne Sohn eines Gemeindedieners beim Rabbi David Fränkel lernen. Sein Glück ist, dass er unterwegs den Handwerksburschen Hannes trifft. Der steht ihm bei, als Dorfjungen ihn durch Beelitz jagen. Erst vor den Toren Berlins trennen sich die Wege von Hannes und Mausche. Letzteren wird man später einmal als den großen Moses Mendelssohn kennen, der die Philosophie der Aufklärung in Deutschland maßgebend prägte und den Lessing zum Vorbild für "Nathan der Weise" nahm.


Eva Menasse las aus Lässliche Todsünden

„Sie ist robuster als Thomas Bernhard - deshalb muss sie nicht so stark verletzen.

Aber Eva Menasses sieben Geschichten, in denen sie ihre Leser durch die klassischen Todsünden führte, sind keine geringere Abrechnung mit Österreich und ihrer Heimatstadt Wien als die des großen Misanthropen. Bei ihr sind die Todsünden "lässlich", also verzeihlich. Das mag an Wien liegen, vielleicht auch am Blaubichler, einem urwüchsigen Wiener Gasthaus, in dem mehrere der Geschichten ihren Fortgang nehmen."

(Hamburger Abendblatt)


Harry Rowohlt liest aus Pooh's Corner

Treue Leser und Neuentdecker können jubeln: Harry Rowohlts Zeit-Kolumne "Pooh’s Corner" gibt’s jetzt schön handlich verpackt in zwei Bände. Und aus dem ersten der beliebten Bände aus den Jahren 1989 – 1997 liest der in Hamburg lebende Autor, Übersetzer (z. B. der Flann O’Brien-Neuausgabe bei Kein & Aber) und Vortragskünstler am Freitag, 13. August 2010 ab 20 Uhr in der Märchenwache. Rowohlt ist Autor zahlreicher Bücher u.a. John Rock (2004), Der Kampf geht weiter (2005) und CDs, darunter Kenneth Grahames Der Wind in den Weiden (2000), A. S. Neills Die grüne Wolke (2005), Laurence Sternes Tristram Shandy (2006) und Henry Glass' Weltquell des gelebten Wahnsinns (2007). 

Eintritt 15 Euro.


Die Märchenwache zu Gast im Bergpark Wilhemshöhe

Die Museumslandschaft Hessen Kassel mhk lud auch in 2010 wieder zu einem großen Bergparkfest ein.
Das Orchester des Staatstheaters musizierte unter freiem Himmel, das Spielraumtheater spielte für die kleineren Gäste, die Wasserkünste waren den Tag über zweimal zu bestaunen - die Schauenburger Märchenwache präsentierte sich dagegen direkt vor dem Schloss Wilhelmshöhe und bot Linolschneiden und Farbdrucken für Groß und Klein an.


Fussmord in der Märchenwache

Das Theater mit Hand und Fuß von und mit Anne Klinge gastiert am Freitag, 23. Juli 2010, ab 19 Uhr in der Schauenburger Märchenwache. Das Gastspiel im Rahmen des Kultursommers Nordhessen richtet sich mit nicht nur Märchenhaftem sowohl an Erwachsene als auch Kinder. Auf dem Programm stehen Stücke wie "Der Fussmord", "Der Fischer und die Nixe" oder auch ein Fuß-"Strip" mit dem vielversprechenden Titel "Der Traum des Hausmeisters und Hausfrauenreport". Eintritt 16 Euro, ermäßigt 12 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt.


KinderMärchenTag

Am Sonnabend, 12. Juni 2010, fand der diesjährige KinderMärchenTag der Märchenwache statt. Um 14 Uhr 30 spielte das Theater LAKU PAKA

»Schwarze Schafe leben besser«

Kinder malten mit Feder, Pinsel und Tusche und machten zusammen mit Albert Schindehütte Linolschnitte und farbige Drucke.


13. Jahre Märchenwache: Ein Sonntag für das ganze Dorf

Am 13. Juni 2010, ab 14 Uhr lud der Förderverein der Märchenwache zu einer Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen unter den Schirmen vor der Märchenwache ein. Dazu spielte das Mandolinenorchester Schauenburg-Baunatal und die Baunataler Autorin Ria Ahrend las Gedichte aus ihrem neuen Band
»Mäuse, Mäuse, nichts als Mäuse«.
Der Gesangverein 1863 zu Breitenbach sang unter der Leitung von Marcel Schennink, Heinz Vonjahr blickte zurück auf die Aktivitäten der Märchenwache.
Um 18 Uhr begann ein Konzert in die Märchenwache: Kurt Schmidt, Gesang und Marcel Schennink, Klavier und Gesang, »Lieder der romantischen Klassik«.
Ab 20 Uhr 30 gab es dann wieder das beliebte Public Viewing auf der Großleinwand, diesmal anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Wir zeigten das Auftaktspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Australien.

Archiv

2018

„Oh Heideröslein, pass auf, es kracht“

Herrenzimmer - Balladen und Parodien

Fr. 02.11.2018 / 19:00 - 21:15 / 15 €
Sa. 03.11.2018 / 19:00 - 21:15 / 15 €

Wer kennt sie nicht - die Variationen zu Goethes Erlkönig?
Im neuen Programm des literarischen Kabaretts Herrenzimmer dreht sich alles um Balladen und Parodien. Die Werke der Klassiker werden dabei auf die satirische Schaufel genommen und Parodien neuzeitlicher Herkunft präsentiert. Nicht fehlen dürfen natürlich die Bänkellieder und Moritaten von Anno Tobak.
Zu Wort kommen so exzellente Humoristen wie Wilhelm Busch und Heinz Erhardt, aber auch Heinrich Heine, Robert Gernhardt und Dieter Hildebrandt. Ihre Texte, Sketche und Songs werden mit Schwung und Esprit vorgetragen. Viele der Parodien verdienen nicht ohne Grund das Prädikat „Perlen der Kleinkunst“.

Kabarett Herrenzimmer
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Musikalischer Impressionismus und französisches Chanson

Ne me quitte pas - Verlass' mich nicht

Sa. 27.10.2018 / 19:00 - 21:15 / 14 €, VVK 12 €

Der 100. Todestag von Claude Debussy ist ein willkommener Anlass, die rasante und fortschrittliche Entwicklung der französischen Musik um und nach 1900 zu beleuchten. Debussy lässt sich auch vom Jazz inspirieren, der auf der Weltausstellung 1900 erstmals in Europa erklingt. Schon vor ihm hatte Erik Satie die musikalischen Formen gesprengt und neue Wege eingeschlagen, die ihm das Attribut „Urvater der modernen Musik“ einbrachten. Inmitten dieser Strömungen gewinnt das moderne französische Chanson an Profil und Weltgeltung.
Beim Französischen Abendwird – neben der Musik von Satie und Debussy – ein großer Bogen geschlagen, der von Charles Trenet mit poesievollen Texten von Jacques Prévert über Georges Brassens und Yves Montand bis zu Jacques Brel reicht. Jochem Wolff führt durch diesen fast einhundertjährigen Streifzug gemeinsam mit zwei Protagonisten aus Hamburg: dem Chanson-Sänger Armin Diedrichsen und dem Pianisten Thomas Goralczyk.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Jochem Wolff, Arne Diedrichsen, Thomas Goralczyk
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Karen Duve liest »Fräulein Nettes kurzer Sommer«

Fr. 5.10.2018 / 20:00  / 15 €

Karen Duves so lakonischer wie gnadenlos sezierender Roman über die junge Dichterin AnnetteFoto: Kerstin Ahlrichs von Droste-Hülshoff und die Welt der letzten Romantiker, die deutsche Märchen sammelten, während die gute alte Ordnung um sie herum zerfiel. Das Porträt einer jungen Frau in einer Welt, in der nichts so blieb, wie es war.

Fräulein Nette ist eine Nervensäge! Dreiundzwanzig Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut, ist sie das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben, um  nach Mineralien zu stöbern. Die Säume ihrer Kleider sind im Grunde immer verschmutzt! Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wenn die Künstlerfreun- de ihres Onkels August nach Bökerhof kommen, über Kunst und Politik sprechen, mischt sie sich ungefragt ein. Wilhelm Grimm bekommt bereits Panik, wenn er sie nur sieht. Ein Enfant terrible ist sie, wohl aber nicht für alle. Heinrich Strau- be, genialischer Mittelpunkt der Göttinger Poetengilde, fühlt sich jedenfalls sehr hingezogen zu der Nichte seines besten Freundes. Seine Annäherungsversuche im Treibhaus der Familie bleiben durchaus nicht unerwidert. Allerdings ist er nicht der einzige. Was folgt ist eine Liebeskatastrophe mit familiärem Flächenbrand.
Historisch genau, gnadenlos entlarvend und so trocken-lakonisch und bitter-ironisch geschrieben, wie es nur Karen Duve kann

Karen Duve
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Ein schönes Paar

Gert Loschütz liest

Sa. 22.09.2018 / 19:00 - 21:15 / 14 €, VVK 12 €

Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der
Geschichte seiner Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen. Das hätte, da ihm die Mutter und der Junge ein paar Tage später folgten, der Beginn eines erfüllten Lebens sein können, tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Nach und nach geht Philipp das Paradoxe der elterlichen Beziehung auf: Dass es die Liebe war, die ihre Liebe zerstörte. Damit aber ist die Geschichte, die auch
sein Leben überschattet hat, nicht vorbei. Am Ende stellt er fest, dass Herta und Georg all die Jahre über miteinander verbunden waren, auf eine Weise, die sie niemandem, nicht einmal sich selbst, eingestehen konnten. 

Ein ergreifender Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Gert Loschütz
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Bevor der Tag zur Nacht sich neigt 

… Gedichte und Geschichten zu Tag und Nacht

Sa. 09.09.2018 / 16:00 - 17:00 / Eintritt frei

„Tag und Nacht“ ist in diesem Jahr das Thema des 14. Sparda Erzählfestivals, zu dessen Ausklang in gemütlicher Runde wir herzlich in die Märchenwache einladen. Vierzehn Lieblingstexte der Literatur haben der Autor und Literaturwissenschaftler Heiner Boehncke und die Erzählerin Gudrun für Sie ausgewählt. Sieben Gedichte und kürzere Geschichten wird Gudrun Rathke rezitieren und erzählen: über den Mond und die Sonne, über Licht und Finsternis, schaurige oder schaurig schöne Nächte, über Tage im gleißenden Licht und Nächte voller Sternenglanz. Dass dabei die romantische Literatur eine große Rolle spielt, versteht sich fast von selbst. Heiner Boehncke kommentiert die Texte und teilt die Ideen und Gedanken, die ihm eingefallen sind, wie immer erfrischend lebendig.
Und die anderen sieben? Aus ihnen wählt das Publikum den einen oder anderen Lieblingstext aus, den Gudrun Rathke dann vorträgt, bevor der Tag vergeht und die Nacht beginnt.

14. Sparta Erzählfestival
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Dagmara Kraus und die Werkstatt Rixdorfer Drucke

„Spiel, Satz, Druck – die Rixdorfer zurück in Berlin“

Sa. 25.08.2018 / 19:00 - 21:00 / 12 €, VVK 10 €

„Der Setzkasten ist der Satzkasten ist der Spielplatz auf’m Setzschiff für’s gemischte Doppel: Wortwelt versus Druckwelt à Weltdruck - Eindruck - Überdruck - Ruckzuck - Hirnfuck - Ausdruck. Ansage aus der Takelage vom Linienrichter: „Nun nehm’Se mal’n bißchen Druck aus Ihr’n Köppen, meine Damen und Herren! Oder denken Se, Sie könn‘ Witze Machen mitter Obrischkeit?“ Yes Käptn! Aufschlag, Anschlag, durchschlagende Erfolge im Suchkasten, wo Dichter und Drucker mittels Rückhand, Schlaghand unter der Hand die Lettern bleileicht an Licht heben, rücken, drücken, Worte kürzen, Worte würzen/ niemals auf’s Erstbeste stürzen. Das Match der Verse wie des Vergnügens endet im Doppelsieg des Be-glücktwerdens gegen’s Ve-rücktwerden. Der Text steht. Das Sinnsegel weht und trifft ins Schwarze. Mittenmang herumschwimmende Setzkasteneindringlinge: Zwiebelfische. Alle auf Deck! Und nicht: aus’m Rahmen fallen! Endrunde: Grand Slam krasser Typotypen, gut trainiert, arrangiert, farbfroh angeschmiert. Die aktuelle Spielfolge aus der Rixdorfer Handsetzerei: Nicht nur vom Hörensagen, sagt das Gehör, druckt die Presse das Beste: Schriftsteller - Schriftsetzer - Showdown ahoi!“  (Kerstin Hensel)

Dagmara Kraus liest gemeinsame Texte und eigene Gedichte. Die Rixdorfer sind anwesend.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Dagmara Kraus
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Eliza Karmińska

Deutsch-polnischer Kulturtransfer

Zur Rezeption der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in Polen

Sa., 04.08.2018 / 19:00 Uhr / 5 €

Die schwierige deutsch-polnische Nachbarschaft beeinflusste beträchtlich die Übersetzungs- und Veröffentlichungspolitik der »Kinder- und Hausmärchen« im 19. und 20. Jahrhundert. Deswegen unterlag die polnische Rezeptionsgeschichte der Kinder- und Hausmärchen politischen, didaktischen und weltanschaulichen Bedingungen. Im Jahr 2010 erschien die neue vollständige Übersetzung in der polnischen Sprache. Die Autorin dieser Übersetzung erzält in ihrem Vortrag auch über Ziele, Methoden und Probleme der gegenwärtigen Übersetzung. Anhand ausgewählter Übersetzungsprobleme zeigt sie, wie die bisher existierenden Übersetzungen vieles auf der Ebene von Sprache und Inhalt entstellt haben und wie dies in der neuen Übersetzung zu überwinden und zu korrigieren war.

Eliza Karmińska, Dr. habil., Universitätsprofessorin am Institut für Sprachwissenschaft der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen (Poznań), Autorin der neuen polnischen Übersetzung der Kinder- und Hausmärchen


So klingt Norwegen

Von Edvard Grieg bis Kari Bremnes

mit Jochem Wolff, Julia Reingardt und Ingrid Frøseth

Sa. 16.06.2018 / 19:00 - 21:15 / 14 €, VVK 12 €

Die farbenreiche Palette norwegischer Musik entstammt einer betörend schönen Landschaft und ist geistesverwandt mit Künstlern wie Edvard Munch oder Literaten wie Henrik Ibsen. Im Mittelpunkt steht Edvard Grieg, dem es gelang, Norwegen auf die musikalische Weltkarte zu setzen. Es folgten namhafte Komponisten, vor allem auch Komponistinnen. Daneben blühen heute eine virtuose Folklore (maßgeblich durch Fidel-Spieler), Jazzverwandtes (z.B. mit Jan Gabarek) oder so eigen geprägte und international berühmte Songs und Chansons wie die von Mari Boine und Kari Bremnes. Gestaltet wird der spannend unterhaltsame wie informative Mittsommerabend vom Autor und Skandinavien-Experten Jochem Wolff, der Pianistin Julia Reingardt und der Sängerin Ingrid Frøseth.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Julia Reingardt, Jochem Wolff
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Alfred Döblins "Reise in Polen 1924: Die Warschauer Judenstadt"

Gudrun Sander, Rezitation und Texteinrichtung – Stefan Hülsermann, Klarinette

Sa. 05.05.2018 / 19:00 - 21:15 / 12 €, VVK 10 €

Der Autor des berühmten Großstadtromans "Berlin Alexanderplatz"  hielt sich im Jahre 1924 zwei Monate lang in Polen auf, um die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse des Nachbarlandes kennen zu lernen: »Wer hat die Macht und wer den Mund? ... Wer hungert und wer ist satt?« Aufgerüttelt durch pogromartige Vorgänge in Berlin, richtet der Reisende sein Interesse hauptsächlich auf die jüdische Bevölkerung. Die Lebensweise dieser Menschen, mit eigener Sprache, Religion und Kultur wühlt Döblin, der selbst jüdischer Abkunft ist, auf. Er erschrickt über die Verachtung und den Hass, denen sie ausgeliefert sind.
Schon zwanzig Jahre nach seinem Besuch leben in Warschau keine Juden mehr, ist die jüdische Kultur in Polen durch die mörderische Systematik der Nationalsozialisten auf schreckliche Weise zu einer historischen Erscheinung geworden.
 
Gudrun Sander, Stefan Hülsermann
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Der weiße Fleck im Stammbaum: Von Göthé zu Goethe

Sa. 21.04.2018 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Friedrich Georg Göthé - war elegant, mehrsprachig, gebildet und vor allem reich. Eine Art Karl Lagerfeld von Frankfurt. Ohne ihn hätte die Karriere des Johann Wolfgang von Goethe kaum stattgefunden. Aber der berühmte Enkel verbannte den Großvater, den »verdammten Schneider« und Hotelier, aus der Familiengeschichte. MONSIEUR GÖTHÉ erzählt eine Erfolgsgeschichte aus dem 17./18. Jahrhundert: Der Sohn eines Hufschmieds aus dem thüringischen Kannawurf geht als Schneidergeselle ins Mekka der Mode, nach Frankreich, wird Seidenschneider und kommt als protestantischer Glaubensflüchtling nach Frankfurt, wo er zu einem angesehenen Bürger wird. Ein Der Damenschneider à la mode,– Göthé – heiratet, beliefert die Höfe im Reich und führt später den »Weidenhof«, eine der ersten Hotel-Adressen der Freien Reichsstadt. Der Sohn dieses Aufsteigers wird Doktor beider Rechte, Wirklicher Kaiserlicher Rat und heiratet die Tochter des ersten Bürgers der Stadt. Als Johann Wolfgang geboren wird, ist der Großvater Göthé fast schon vergessen.

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Gedenkkonzert für Jürgen Ammer

So. 15.04.2018 / 17:00 / 8 €, VVK 6 €

Musik des späten 18. Jahrhunderts für Cembalo zu zwei und vier Händen mit Lisa Schäfer und Gregor Hollmann mit Werken u.a. von Muzio Clementi, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach

Lisa Schäfer aus Kleinvach, geboren 1991 in Göttingen, war Schülerin von Gregor Hollmann in der Musikschule der Stadt Kassel, und studierte anschließend bei ihm Cembalo in Münster. Seit dem Abschluß 2016 absolviert sie ein Aufbaustudium bei Professor Christian Rieger in Essen. Sie tritt seit Jahren als Solistin auf, u.a. bei den Barockfestspielen Bad Arolsen.
Prof. Gregor Hollmann ist seit 1986 Dozent für Cembalo, Generalbass und Kammermusik an der Musikakademie der Stadt Kassel »Louis Spohr«. Außerdem ist er Honorarprofessor an der Musikhochschule Münster (seit 2008). Zu den wichtigen Stationen seiner künstlerischen Tätigkeit gehören u.a. die internationalen Bach-Festivals in Leipzig und Philadelphia, die Bachwoche in Ansbach, der MDR Musiksommer, die Festivals in Herne, Sopron und Vilnius. Darüber hinaus war er Gast bei zahlreichen Ensembles und Orchestern, darunter die Bamberger Sinfoniker und die Berliner Philharmoniker.
Jürgen Ammer war mit seiner Werkstatt für historische Tasteninstrumente in Breitenbach eng mit der Märchenwache verbunden. Er vermittelte herausragende Solisten aus aller Welt, die auf seinen Instrumenten bei uns gespielt haben. Jürgen Ammer verstarb nach kurzer schwerer Krankheit 2017.

 


Tom Liwa 2017

dritter Frühling und GANZ NORMALE SONGS

Fr. 13.04.2018 / 19:30 / 15 €, VVK 13 €

In den fast zwei Jahren seit dem Erscheinen von 'UMSONST & DRAUSSEN', Tom Liwas erstem
Album für das renommierte Hamburger Label GRAND HOTEL VAN CLEEF, ist viel passiert. Zunächst spielte der ehemalige Duisburger, der jetzt in der Nähe von Soest auf dem Land wohnt, jede Menge Konzerte – viele davon privat – sowohl mit seiner Band FLOWERPORNOES als auch alleine. Darüber hinaus schrieb er ein (noch unveröffentlichtes) Buch, hatte seine erste Ausstellung mit Zeichnungen und wurde noch einmal Vater. Mit seinem Jugendfreund MIKE KROLLMANN nahm LIWA unter dem Namen SUNDOWN ein wunderschönes, zart psychedelisches Songwriter-Album in englischer Sprache auf ('CRAB APPLE, WILD CHERRY AND SLOE', ebenfalls GHvC). Derzeit arbeitet er gemeinsam mit TOBIAS LEVIN (Produzent von zuletzt u.a. TOCOTRONIC und JA PANIK) an seinem zweiten offiziellen LIWA-Release fürs GRAND HOTEL. 'GANZ NORMALE SONGS', eher Solowerk mit Features als Bandplatte, wird im Februar 2018 erscheinen.

 
Tom Liwa
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Gott ist nicht schüchtern

Olga Griasnova liest

Sa. 03.03.2018 / 19:00 / 14 €, VVK 12 €

Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen ums Überleben kämpfen. Sie fliehen. Ein erschütterndes, direktes und unvergessliches Buch.
„Amal schaut den Frauen auf der Straße nach. Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie nicht mehr dazugehört. Niemand beachtet sie mehr. Wo ist ihr Haus? Ihre Karriere? Und ihre Straße, die immer nach Jasmin roch? Wo sind ihre Bücher und Schallplatten? Wo die Freunde und Verwandten? Die Partys und der Sommer vor dem Pool?
Die Welt hat eine neue Rasse erfunden, die der Flüchtlinge, Refugees, Muslime oder Newcomer. Die Herablassung ist in jedem Atemzug spürbar.“
Als die syrische Revolution ausbricht, feiert Amal ihre ersten Erfolge als Schauspielerin und träumt von kommendem Ruhm. Zwei Jahre später wird sie im Ozean treiben, weil das Frachtschiff, auf dem sie nach Europa geschmuggelt werden sollte, untergegangen ist. Sie wird ein Baby retten, das sie fortan ihr eigen nennen wird.
Hammoudi hat gerade sein Medizinstudium beendet und eine Stelle im besten Krankenhaus von Paris bekommen. Er fährt nach Damaskus, um die letzten Formalitäten zu erledigen. Noch weiß er nicht, dass er seine Verlobte Claire niemals wiedersehen wird. Dass er mit hundert Wildfremden auf einem winzigen Schlauchboot hocken und darauf hoffen wird, lebend auf Lesbos anzukommen. In Berlin werden sich Amal und Hammoudi wiederbegegnen: zwei Menschen, die alles verloren haben und nun von vorn anfangen müssen.
Olga Grjasnowas Romane erinnern uns immer wieder daran, dass es nicht nur diese eine Welt vor unserer Haustür gibt, sondern sehr viele Welten, und dass es sich lohnt, sie kennenzulernen.
Foto: © René Fietzek
 

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

 
Olga Griasnova
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

 


Erbsen zählen

Sa. 17.02.2018 / 19:00 - 21:15 / 12 €, VVK 10 €

Die fast 30-jährige Annika lehnt sich nonchalant gegen die unsägliche Erbsenzählerei auf: gegen Ehe, Kinder, Eigenheim und Karriere. Aber wie lassen sich Ideal und Lebenswirklichkeit vereinbaren? Wie kann man in einer von Regeln und Normen durchdrungenen Welt glücklich werden?
Selbstbestimmt leben? Gertraud Klemm erzählt in ihrem dritten Roman scharfzüngig und gleichsam humorvoll von einer Frau, die sich der neoliberalen Leistungs- und der traditionellen Wertegesellschaft entgegenzustemmen versucht.
 

In Zusammenarbeit mit vhs Region Kassel

Fotocredit: Andrea Peller

 
Gertraud Klemm
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Chassallerone von Ingo Doering

Stadt- und Regionalgeschichte Kassels von 1500 bis 1527
Sa., 27. Januar 2018, 19 Uhr / Eintritt 6 €
 
In einhundert Episoden, gedichtet und niedergeschrieben von Ingo Doering. Eine Sittengeschichte, beginnend im ausgehenden Mittelalter bis zur Umsetzung der lutherischen Reformation in Hessen.
Einhundert Episoden aus allen sozialen Lebensbereichen der städtischen Bevölkerung, aus Prekariat und Arbeiterschicht, Bürgertum und Patriziat. Vom Kasseler Hof Landgraf Philipp des Großmütigen sowie der klerikalen Gegenwelt der Kasseler Priesterschaft und Chorherren und des Klosterlebens mit dem Schwerpunkt auf dem ehemaligen Kloster Weißenstein.
Ingo Doering, ehemaliger Lehrer aus Kassel, hat seine sprachliche Darstellung in Versform den mittelalterlichen Schwänken von Hans Sachs entlehnt. Die vorwiegend lustbetonte Lektüre soll beim Leser und Zuhörer das Interesse an selbstbestimmter Erschließung weiterführender historischer Quellen wecken.

2017


Heilige Nacht

Fr. 08.12.2017 / 19:30 / 15 €, VVK 13 €

Franz Josef Strohmeier liest Ludwig Thoma „Heilige Nacht“ begleite von Axel Rüdiger auf einer Zither in der Evangelische Kirche Breitenbach, Hauptstr. 23 Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ ist ein Klassiker bayerischer Literatur. Spätestens wenn die erste Strophe des ersten Zwischengesangs erklingt, dann ist der Zuhörer dem Zauber der Weihnachtslegende erlegen. Egal, ob er den bairischen Dialekt liebt oder ihn versteht, egal ob er mit der Geburt Christi etwas anfangen kann oder nicht. Seit Thoma vor beinah 100 Jahren die Idee hatte, die biblische Legende in einem oberbayerischen Dorf spielen zu lassen, hat der Mundart-Text nichts von seiner Kraft verloren und bleibt mit seiner Kernaussage bis heute hochaktuell. Franz Josef Strohmeier gestaltet die „Heilige Nacht“ auf traditionelle, klassische Weise in großer Dichte und Intensität. Er schafft es, umrahmt mit Zithermusik, die jedermann bekannte Geschichte zu interpretieren, dass man glaubt, sie zum ersten Mal zu hören.


Moabit

Sa. 25.11.2017 / 19:00 / Eintritt 15 €, VVK 13

Volker Kutscher und Kat Menschik präsentieren Ihr erstes gemeinsames Buch „Moabit“. Er schreibt Krimis, die süchtig machen. Sie zeichnet Bilder, so ästhetisch und eigen, dass man sich von ihnen nur schwer lösen kann. Volker Kutscher und Kat Menschik haben gemeinsamen Buch gemacht, das alle Sinne fesselt. „Moabit“ ist die perfekte Einstiegsdroge für all jene, die die Kutscher-Krimis noch vor sich haben, und für alle Fans ein grandioses Puzzlestück im Gereon-Rath-Universum! Die großartige Kat Menschik entwirft dazu so kongenial das verruchte Berlin der 20er Jahre in seiner düster-rauen Schönheit, dass man selbst noch den Geruch und die Geräusche von damals wahrzunehmen meint.


Anpfeifen gegen einen Ozean

Auf den Spuren von Heine, Tucholsky und Kreisler

Fr. 03.11.2017 / Sa. 04.11.2017 / 19:00 / 12 €

Frech und mutig forderten sie die Mächtigen heraus - und setzten sich dabei zwischen alle Stühle. Bis zu dem Punkt, als sie in allerletzter Minute ihre Heimat verlassen mussten: Heinrich Heine, Kurt Tucholsky und Georg Kreisler. Ihre humorvollen Nadelstiche haben an Aktualität nicht verloren. Das literarische Kabarett Herrenzimmer präsentiert mit Witz, Esprit und Tiefgang in seinem neuen Programm eine unterhaltsame Revue aus Texten und Songs der Meister des geschliffenen Wortes.


Frankreich - ein Portrait

Sa. 28.10.2017 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Jochem Wolff, Hans-Joachim Mayer

Frankreich und Deutschland, Grundpfeiler der EU: Schwere Attentate, Banlieu-Unruhen und die Präsidentschaftswahlen sind Schlüsselereignisse im Frankreich-Bild. Zu skeptischen Fragen, wie zur Einschätzung des islamischen Einflusses, gesellen sich andererseits kulturelle Glanzlichter, die die große Geschichte Frankreichs nicht vergessen lassen. Das Mittelalter, der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV und die Französische Revolution werden beleuchtet, überdies das 19. Jahrhundert, auch mit seinen Weltausstellungen, bis hin zum Fin-de-Siècle, schließlich das 20. zwischen Krieg und Frieden samt Kolonialpolitik. Die Garde der Philosophen und Schriftsteller von Hugo, Flaubert über Zola, Briand, Sartre, Camus bis Bourdieu und Houellebecq, die der Komponisten von Debussy bis Boulez. Frankreich ist Gastland der Frankfurter Buchmesse. Derweil erschafft sich Paris ein neues Theaterviertel mit vier großangelegten Bühnen.


Kulturerbe der Hugenotten im Refuge Nordhessen

Hugenottische Einflüsse auf die Grimm’sche Märchensammlung

Sa. 6.10.2017 / 19:30 / Eintritt frei
Begrüßung Heinz Vonjahr, Vorträge von Dr. Renate Buchenauer und Jürgen Lips

Eine Veranstaltung zur Eröffnung des Wanderweges »St. Ottilienschleife« auf der Europäischen Kulturroute Hugenotten- und Waldenserpfad. Der Verein »Hugenotten- und Waldenserpfad« hat zusammen mit europäischen Partner den Fernwanderweg von Bad Karlshafen bis
nach Südfrankreich gekennzeichnet. Das europäische Netz umfasst eine Weglänge von insgesamt ca. 3.200 km, davon allein in Deutschland 1.600 km. Die Konzeption des Kulturwanderwegs erinnert daran, dass Flucht, Exil, Toleranz und Integration auch heute einen Schwerpunkt gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen bilden. Das historische Kulturerbe der Hugenotten und Waldenser in seiner herausragenden Bedeutung für die kulturelle Identität soll im öffentlichen Bewusstsein verankert und breiten Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden.
In Zusammenarbeit mit dem Verein Hugenotten- und Waldenserpfad.

Die blaue Blume wächst bei Kassel

So. 1.10.2017 / 16.00 Uhr

Ausklang des 13. Sparda-Erzählfestivals in der Schauenburger Märchenwache

Blau ist die Farbe der Romantik. Welche denn sonst. Wenig bekannt ist die Verbindung der Gegend um Kassel mit der Blauen Blume. Aber genau dort wurde sie gefunden; jedenfalls einer Sage nach, die von den Brüdern Grimm überliefert wurde. Das ist der Ausgangspunkt für ein paar Bemerkungen und Spekulationen zur „Kasseler Romantik“. Dort haben Clemens Brentano und Achim von Arnim an Des Knaben Wunderhorn gearbeitet. Finden sich auch in anderen Werken der Romantik Spuren von Sagen aus der Kasseler Gegend? Vielleicht erleben Sie ja ein blaues Wunder, wenn der Mitbegründer das „Literaturlandes Hessen“ bekannte und weniger bekannte Sagen und verwandte Literaturgattungen zitiert und erläutert und Gudrun Rathke die Sagen in der ihr eigenen lebendigen Art erzählt.

Mit Heiner Boehncke und Gudrun Rathke


Oben das Feuer, unten der Berg

Sa. 23.9. / 19:00 - 20:45 / 14 € VVK 12 €
Oben das Feuer, unten der Berg Reinhard Jirgl liest Lesung Berlin, Oktober 2012, eine Frau ist verschwunden. Theresa, in Ostdeutschland geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf, weil ihre Eltern als Oppositionelle inhaftiert waren. In den Siebzigern bekommt sie als Historikerin Zugang zu Geheimarchiven der DDR – erschreckende, unglaubhafte Dokumente liegen vor ihr. Theresa wird kaltgestellt, und das bleibt so, denn ihr Wissen ist nach der Wende 1989 extrem gefährlich. Reinhard Jirgl erzählt von einer unbekannten deutschen Geschichte: Der große bürokratische Umbau, den die Politik die „Wende“ nannte, hat intakt gelassen, was man vergangen glaubte: Seilschaften, Organisationen, Feindschaften. Das Gestern ist auch morgen nicht zu Ende.


Jubiläums-Sonntag, 25. Juni 2017

20 Jahre Schauenburger Märchenwache


15 Uhr Auftritt des Gesangsvereins Breitenbach
Alle Gäste und alle Breitenbacher sind eingeladen zum gemeinsamen Singen und zu Kaffee und Kuchen.

Vorstellung des JubiläumsWendeBuches
Das Buch beinhaltet die Malaktion von 2008 – I. »Kinder malen Riesenbilder zu Krauses Märchen« und II. »Heinz Vonjahr berichtet aus dem wahren Leben des Grimm‘schen Märchenbeiträgers Johann Friedrich Krause«. Es wird vorgestellt von Christa Goetsch, ehemalige zweite Bürgermeisterin und Schulsenatorin in Hamburg.

Märchen-Malaktion
Kinder der Johann Friedrich Krause-Schule wiederholen neun Jahre später die Malaktion unter Anleitung der Lehrerin Tina Haselroth, die Märchen werden vorgelesen von dem Schauspieler Michael Kaiser.

18 Uhr Festakt
Grußworte und Gratulationen unter der Schirmherrschaft von Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie.

20 Uhr Konzertprogramm

Glanz- und Lieblingsstücke von sistergold
sistergold präsentiert Klassiker des Jazz wie »Take five«, »Bei mir biste scheen« und »I got rhythm« sind genauso zu hören wie ein barockes Stück von Georg Philipp Telemann. Songs von den Beatles, Abba und Leonard Bernstein, Klezmermusik und Eigenkompositionen werden gekonnt in Szene gesetzt. Ein übermütiges, stilistisch vielfältiges, immer groovendes Programm eines Ensembles, das Professionalität, Können und unbändige Lust am Spiel vereint. Ladypower und Entertainment – musikalische Perfektion und kreatives Gespür für ein grandioses Songprogramm. Das Frauen-Saxophonquartett sistergold bietet neben brillanten Bearbeitungen aus den Genres Pop, Jazz, Soul und Weltmusik spannendes Entertainment von Steptanz bis Showblock.
Eintritt 18 Euro. Open Air unter den Schirmen vor der Märchenwache im Rahmen des Kultursommers Nordhessen

„Und das Meer singt sein Lied“

Sonntag, 11. Juni 2017 - 19 Uhr

Eintritt 14 €, 12 €

„Und das Meer singt sein Lied“ Rainer Moritz liest und das Trio Schlagerlust spielt.

Der Schlager und das Meer sind untrennbar miteinander verbunden: Ferne Häfen, weite Strände, weiße Schiffe und glutrote Sonnenuntergänge sind von jeher die wichtigsten Bestandteile einer unverwüstlichen Kunstform, die aus der deutschen Kulturlandschaft kaum noch wegzudenken ist. Der passionierte Schlagerexperte und Literaturwissenschaftler Rainer Moritz geht in diesem Buch nicht nur der Frage nach, wie es so weit kommen konnte, sondern liefert auch die Erklärung, warum Julio Iglesias mit seinen hingebungsvoll geschluchzten Versen wahrscheinlich Recht behalten wird: "Und das Meer singt sein Lied / wie in uralter Zeit / und das Lied hört nie auf / bis in die Ewigkeit."


 

2016 und früher

Rabenliebe

Eine Lesung mit Peter Wawerzinek. Unter dem Titel "Rabenliebe" verbirgt sich ein brisantes Thema: Mutterliebe ist kein Naturgesetz. Beinahe täglich werden wir mit Medienberichten über Grausamkeiten konfrontiert. Dies ist nicht erst seit Goethe literarisch bearbeitet worden,begegnet uns autobiografisch in der Gegenwart bei Josef Winkler und auch in der Lesung Peter Wawerzineks. Der in den fünfziger Jahren in der DDR Geborene erzählt von einem Geschwisterpaar, dessen Mutter sie bei ihrer Flucht in den Westen allein in der Wohnung zurückließ. Ihr Leben wird gerettet, ihre Seelen haben eine offene Wunde. Ihr "Schrei nach der Mutter" mündet nach einem halben Lebensjahrhundert in die Muttersuche: "Ich werde mich zur Mutter aufmachen und dabei ums Leben kommen". Eintritt 12 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Der englische Tänzer - ein Fall für Sebastian Fink

Eine Krimi-Lesung des Autors: Friedrich Dönhoff hat mit Sebastian Fink einen sehr sympathischen und erfrischend normalen Ermittler geschaffen. Weder muss der Leser dauernd mit ihm auf kulinarische Streifzüge gehen, noch sämtliche verfügbaren Alkoholika vernichten. Nein, Fink geht zum Dienst, er hat sogar ab und an Feierabend und so etwas wie ein Privatleben, er kümmert sich um den Sohn seiner Mitbewohnerin - die in diesem Buch eine recht eigenwillige Beziehung eingeht und Fink dadurch auch die eine oder andere Sorge zusätzlich bereitet. Eintritt 10 Euro


Puppentheater Sterntaler mit Frieder Simon

Das aus Halle stammende Puppentheater gastiert mit Frieder Simon in der Märchenwache Wir freuen uns auf den Besuch der Mitglieder der überregional bekannten Puppenbühne mit einer kleine aber feinen Kostprobe ihres Repertoires in den Räumen der Märchenwache. Eintritt 4 Euro


Gedenkjahr 2011: Franz Liszt

Vortrag mit Musikbeispielen von und mit Jochem Wolff. Ein Abend rund um den Pianisten, Komponisten, Neuerer, Organisator, Pädagogen, Förderer, führende Künstlerpersönlichkeit im 19. Jahrhundert, Kosmopolit,Europäer in der Geisteshaltung und musikalischer Netzwerkknüpfer von Weimar - anlässlich des Liszt-Gedenkjahres 2011. Eintritt 10 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Süß wie Schattenmorellen

Eine Lesung mit Claudia Schreiber. Das neue Buch der Autorin von "Emmas Glück" – ein turbulenter Roman, von einer lebenstüchtigen Heldin - der 14-jährigen Annie – berichtet, wie sie allein auf der Schattenmorellenplantage ihrer Familie überlebt, und den Erwachsenen zeigt, das eine Jugendliche das Leben besser im Griff hat als mancher von ihnen. Ein junges Mädchen auf dem Weg zur jungen Frau – eine Schilderung, anschaulich, unterhaltsam und ohne jeglichen Kitsch oder Sentimentalität.

Eintritt 10 Euro


Erlkönigs Töchter - The Best of German Cultur-Balladen

Ensemble Artres: Heiter und fröhlich werden die deutschen Märchen und der Balladenwald durchstreift - Begegnungen mit einem bleichen Ritter, dem Erlkönig, der Loreley und den Königskindern sind unausweichlich. Ein Strauß voller Melancholie ist zu pflücken - von Eichendorff, deutscher Romantik bei Schiller, Goethe und Heine und vom Humor des Herrn Kästner. Auch das Heideröslein und das Veilchen sind im Bouquet. Mit Musik von Franz Schubert und Robert Schumann. Sie erleben einen Streifzug durch die deutsche Literatur - die altbekannten Lieder werden mitgesungen! Es gastieren Iris Artajo von Petersdorff, Gundi Eberhard, Claudia Jakobshagen, Vera Claus. Eintritt 15 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse


Die Tuba-Novelle: Samuel-Beckett-Gesellschaft zu Gast

Rainer Wieczorek liest, begleitet von einem Tubisten. Diese Veranstaltung muss am 9. März stattfinden! Denn dies ist der 100ste Geburtstag von Peggy Sinclair, Becketts erster großer Liebe, deretwegen er überhaupt nach Kassel (und damit 1928 erstmals nach Deutschland) gekommen ist. In Kassel ist Beckett zum ersten Mal mit deutscher Kultur in Berührung gekommen. Als thematischer Kern der Triologie zeichnet sich die Frage nach dem Gewicht und der Reichweite der Kunst in einer sich zunehmend trivialisierenden Welt ab. Ein Essay ist zu schreiben, doch der Tuba-Spieler "gegenüber" stört den Schriftsteller, stellt sich dem Entstehen des Werks - scheinbar? - in den Weg. Eintritt 8 Euro In Zusammenarbeit mit der Samuel-Beckett-Gesellschaft Kassel und der Volkshochschule Region Kassel,gefördert von der Kasseler Sparkasse

Zeitbehälter, Gottesbeweise und anderes mehr

Auftritt mit Lesung von Thomas Kapielski, der am Tag zuvor den Kasseler Preis für grotesken Humor erhält. Eintritt 12 Euro.  

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Im Lande Gänseklein

Lesung mit Erika Pullwitt. Eintritt 10 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule der Region Kassel und der edition ebersbach Berlin.


Ein Abend mit Anton Tchechov

mit Gudrun Sander und Carlo Ghiradelli. Eintritt 10 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Zwischen den Jahren: Herwig Lucas

Das Kränzchen des Fördervereins der Märchenwache lädt ein:  Herwig Lucas bietet »Sachen zum Lachen«, der Förderverein und Albert Schindehütte laden ein, bei Speis’ und Trank’ und netten Gesprächen das Veranstaltungsjahr der Märchenwache ausklingen zu lassen. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.


Achtung Terminverschiebung: Burkhard Spinnen

Der nächste Autor in der Märchenwache sollte Burkhard Spinnen, der mit »Belgische Riesen« und »Müller hoch Drei« zwei vielbeachtete Kinder- und Jugendbücher geschrieben hat, sein. Leider muss die für Sonnabend, 27. November 2010, angekündigte Lesung entfallen. Bei einem rechtzeitig veröffentlichten Ersatztermin wird er sodann über seine Erfahrungen mit Lesungen in der Schule berichten.  In »Auswärtslesen« beschreibt Spinnen die Umstände seiner Auftritte. Dabei nimmt er sich immer wieder die Zeit, darüber nachzudenken, welche Funktion die Literatur in der Schule haben sollte und welche sie heute hat. Abseits der Pisa-Studie ein pointiertes, eindringliches Buch über die Realität in der pädagogischen Provinz. Terminbekanntgabe folgt.


Auftakt zu Lesungen bekannter Krimiautoren

Im November 2010 startet eine Reihe von Lesungen bekannter Krimiautoren, die sich 2011 fortsetzt: Auftakt ist am Sonntag, 21. November 2010, um 20 Uhr, es liest Jan Seghers aus "Die Akte Rosenherz". Eintritt 12 Euro. Ein Auszug: 

Niemand, der damals am Tatort war, wird den Fall je vergessen. In einer heißen Augustnacht des Jahres 1966 wird in Frankfurt eine Prostituierte auf brutale Weise ermordet. Sofort macht das Wort von der »zweiten Nitribitt« die Runde.

Und wirklich: Auch im Fall Rosenherz bleibt der Täter unerkannt. Vierzig Jahre später. Ein nebliger Morgen im Stadtwald. Hauptkommissar Marthalers schwangere Freundin Tereza wird bei einem Überfall schwer verletzt. Und der Polizist erhält einen Tipp: Er soll den alten Fall noch einmal unter die Lupe nehmen. Doch damit legt Marthaler sich mit mächtigen Gegnern an, die ihre frühen Sünden vertuschen wollen. Die »Akte Rosenherz« soll geschlossen bleiben. Um jeden Preis.

Auch diese Reihe erfolgt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


In der Tonkunst ein wahres Originalgenie - Carl Philipp Emanuel Bach

War in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vom „großen Bach“ die Rede,  so war fast immer Carl Philipp Emanuel (1714-1788) gemeint.  Er galt als der Komponist, der seit den 1750er Jahren das Gedankengut der Aufklärung und dann den Sturm und Drang auf musikalischem Gebiet am nachdrücklichsten vertrat. Er entwickelte eine Tonsprache, in der das kompositorische Detail meisterhaft ausgeformt wird. Daneben erwies sich C. Ph. E. Bach als eine universal gebildete Künstlerpersönlichkeit, die in Wort und Musik vorgestellt werden soll.

Eine Lesung mit Musikbeispielen am Sonntag, 7. November 2010, ab 17 Uhr von und mit Jochem WolffEintritt 10 Euro In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse


Ein Sonatenabend mit Anna Göbel und Vasilena Krastanova

Am Sonntag, 24. Oktober 2010, spielen die beiden Studentinnen Anna Göbel und Vasilena Krastanova der „Robert-Schumann-Hochschule“ Düsseldorf, Meisterschülerinnen u.a. bei Anke Dill, Irina Ossipova und Tomasz Tomaszewski, Werke für Klavier und Violine von Dmitri Schostakowitsch, Wolfgang Amadeus Mozart, Pablo de Sarasate, Edvard Grieg und Camargo Guarnieri. Die Violine spielende Anna Göbel ist in der Region bereits bekannt, sie stammt aus Schauenburg-Elmshagen. Beginn des Sonatenabends ist um 19 Uhr.

Eintritt 8 Euro


Lesung Robert Löhr

Am Sonntag, 26. September 2010, wird´s theatralisch: Robert Löhr liest aus "Das Hamlet-Komplott" - frei erfunden und völlig abstrus, aber mit historisch realen Protagonisten erzählt der Autor Löhr von niemand Geringerem als den Größen der deutschen Literatur jener Zeit, insbesondere Goethe, Schlegel, Kleist, Tieck sowie Madame de Staël. Hörenswert!

Eintritt 10 Euro


Australisches Ensemble: Sydney Consort

In Zusammenarbeit mit der Werkstatt für Historische Tasteninstrumente Jürgen Ammer, ebenfalls in Schauenburg ansässig, sorgt die Märchenwache am Freitag, 24. September 2010, für ein Gastspiel der besonderen Art: Ab 20 Uhr gastiert eines der herausragenden Musikensemble Australiens, Sydney Consort, in der Märchenwache. Im Jahre 1997 gegründet, spielen Monika und Stan Kornel (Cembalo und Flöten) zusammen mit Hans-Dieter Michatz (Violine) Werke unter anderem von Telemann, Hotteterre, Buxtehude und natürlich Johann Sebastian Bach. Beginn ist um 20 Uhr. 

Eintritt 12 Euro 


Musik und Landschaft - Schläft ein Lied in allen Dingen

Landschaftsmusik? - Etwa die "Moldau" von Friedrich Smetana, - oder was kann gemeint sein? Der Zusammenhang zwischen Musik und Landschaft ist viel umfassender, komplexer und reicht in die unterschiedlichsten Richtungen von Kunst und Gesellschaft. Überzeugen Sie sich selbst im Rahmen einer Lesung mit Musikbeispielen von und mit dem Musikpublizisten Jochem Wolff am Sonnabend, 28. August 2010, um 17 Uhr.  Eintritt 8 Euro

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Region Kassel, gefördert von der Kasseler Sparkasse.


Der kleine Mausche aus Dessau - Moses Mendelsohns Reise nach Berlin im Jahre 1743

von und mit Katja Behrens.

Im Oktober 1743 macht sich der 14-jährige Mausche zu Fuß auf die Reise von Dessau nach Berlin. Es ist nicht nur die erste Reise seines Lebens, sondern auch eine Wanderung durch Feindesland, denn er ist Jude. In Berlin will der hochbegabte wie schüchterne Sohn eines Gemeindedieners beim Rabbi David Fränkel lernen. Sein Glück ist, dass er unterwegs den Handwerksburschen Hannes trifft. Der steht ihm bei, als Dorfjungen ihn durch Beelitz jagen. Erst vor den Toren Berlins trennen sich die Wege von Hannes und Mausche. Letzteren wird man später einmal als den großen Moses Mendelssohn kennen, der die Philosophie der Aufklärung in Deutschland maßgebend prägte und den Lessing zum Vorbild für "Nathan der Weise" nahm.


Eva Menasse las aus Lässliche Todsünden

„Sie ist robuster als Thomas Bernhard - deshalb muss sie nicht so stark verletzen.

Aber Eva Menasses sieben Geschichten, in denen sie ihre Leser durch die klassischen Todsünden führte, sind keine geringere Abrechnung mit Österreich und ihrer Heimatstadt Wien als die des großen Misanthropen. Bei ihr sind die Todsünden "lässlich", also verzeihlich. Das mag an Wien liegen, vielleicht auch am Blaubichler, einem urwüchsigen Wiener Gasthaus, in dem mehrere der Geschichten ihren Fortgang nehmen."

(Hamburger Abendblatt)


Harry Rowohlt liest aus Pooh's Corner

Treue Leser und Neuentdecker können jubeln: Harry Rowohlts Zeit-Kolumne "Pooh’s Corner" gibt’s jetzt schön handlich verpackt in zwei Bände. Und aus dem ersten der beliebten Bände aus den Jahren 1989 – 1997 liest der in Hamburg lebende Autor, Übersetzer (z. B. der Flann O’Brien-Neuausgabe bei Kein & Aber) und Vortragskünstler am Freitag, 13. August 2010 ab 20 Uhr in der Märchenwache. Rowohlt ist Autor zahlreicher Bücher u.a. John Rock (2004), Der Kampf geht weiter (2005) und CDs, darunter Kenneth Grahames Der Wind in den Weiden (2000), A. S. Neills Die grüne Wolke (2005), Laurence Sternes Tristram Shandy (2006) und Henry Glass' Weltquell des gelebten Wahnsinns (2007). 

Eintritt 15 Euro.


Die Märchenwache zu Gast im Bergpark Wilhemshöhe

Die Museumslandschaft Hessen Kassel mhk lud auch in 2010 wieder zu einem großen Bergparkfest ein.
Das Orchester des Staatstheaters musizierte unter freiem Himmel, das Spielraumtheater spielte für die kleineren Gäste, die Wasserkünste waren den Tag über zweimal zu bestaunen - die Schauenburger Märchenwache präsentierte sich dagegen direkt vor dem Schloss Wilhelmshöhe und bot Linolschneiden und Farbdrucken für Groß und Klein an.


Fussmord in der Märchenwache

Das Theater mit Hand und Fuß von und mit Anne Klinge gastiert am Freitag, 23. Juli 2010, ab 19 Uhr in der Schauenburger Märchenwache. Das Gastspiel im Rahmen des Kultursommers Nordhessen richtet sich mit nicht nur Märchenhaftem sowohl an Erwachsene als auch Kinder. Auf dem Programm stehen Stücke wie "Der Fussmord", "Der Fischer und die Nixe" oder auch ein Fuß-"Strip" mit dem vielversprechenden Titel "Der Traum des Hausmeisters und Hausfrauenreport". Eintritt 16 Euro, ermäßigt 12 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt.


KinderMärchenTag

Am Sonnabend, 12. Juni 2010, fand der diesjährige KinderMärchenTag der Märchenwache statt. Um 14 Uhr 30 spielte das Theater LAKU PAKA

»Schwarze Schafe leben besser«

Kinder malten mit Feder, Pinsel und Tusche und machten zusammen mit Albert Schindehütte Linolschnitte und farbige Drucke.


13. Jahre Märchenwache: Ein Sonntag für das ganze Dorf

Am 13. Juni 2010, ab 14 Uhr lud der Förderverein der Märchenwache zu einer Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen unter den Schirmen vor der Märchenwache ein. Dazu spielte das Mandolinenorchester Schauenburg-Baunatal und die Baunataler Autorin Ria Ahrend las Gedichte aus ihrem neuen Band
»Mäuse, Mäuse, nichts als Mäuse«.
Der Gesangverein 1863 zu Breitenbach sang unter der Leitung von Marcel Schennink, Heinz Vonjahr blickte zurück auf die Aktivitäten der Märchenwache.
Um 18 Uhr begann ein Konzert in die Märchenwache: Kurt Schmidt, Gesang und Marcel Schennink, Klavier und Gesang, »Lieder der romantischen Klassik«.
Ab 20 Uhr 30 gab es dann wieder das beliebte Public Viewing auf der Großleinwand, diesmal anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Wir zeigten das Auftaktspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Australien.